Heiße Getränke für die kalte Jahreszeit

Eine gar nicht so „stade“ Zeit bricht in unserer Steinwälder Punschwerkstatt jedes Jahr aufs Neue an, wenn die Tage kürzer werden und der erste Schnee vom Himmel fällt. Dann werden bei uns weihnachtliche Früchte und Gewürze zu verschiedenen Glühwein- und Punschsorten verarbeitet. Und wir machen das schon seit Jahrzehnten. Diese Tradition pflegen wir, und sie wird bei uns ständig und konsequent weiterentwickelt.

Seit jeher legen wir größten Wert auf eine hohe und stabile Qualität unserer Rohstoffe. Deshalb verwenden wir für unsere Punsch- und Glühweinspezialitäten ausschließlich Qualitätstrauben aus Norditalien von vertrauensvollen Partnern. Ausgefeilte Rezepturen nach zum Teil seit Generationen überlieferten Hausrezepten unserer Familie, die Verwendung ausgesuchter Zutaten und handwerkliche Herstellungsverfahren gehören ebenso zu unserer Philosophie – so wie es zu Zeiten der Großeltern schon war.

 

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Es sind inzwischen sieben Winterfreunde aus der Steinwälder Punschwerkstatt, die in der Vorweihnachtszeit ihren großen Auftritt haben: Egal ob klassische Sorten wie der „SchneeSchmelzer“ (Erbendorfer Glühwein) und der „GlühWichtel“ (alkoholfreier Punsch) oder die weiße „SternenFee“, Großvaters Glühwein „DauerGlüher“, unser Glögg „Alter Schwede“ oder auch Spezialsorten wie die „Knusper- Hexe“ (Feiner Lebkuchen-Punsch) oder der „HeidelBär“ (Heidelbeer-Punsch) – da findet jeder für sich den richtigen Genussmoment.

So klingt das Jahr in unserer Punschwerkstatt mit einem ganz besonderen Duft aus. Denn Zimt, Vanille und Nelken, Nüsse und Zitrusfrüchte sowie Lebkuchengewürze und vieles mehr sind in diesen Tagen unsere ständigen Begleiter.

Geschenkideen für den perfekten Genuss 2

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Die deutsche Cigarrenwelt vibriert förmlich, seit die Firma Kleinlagel im September diesen Jahres die Cigarren von Angela und James Brown auf den Markt gebracht hat.
Zwei Linien mit jeweils verschiedenen Marken stehen zur Auswahl. Zunächst widmen wir uns den Cigarren der „Black Label Trading Company“.

Last Rites: Der Name sagt schon alles – die letzte Ölung. Die rohe, ungestüme Kraft der Cigarre läßt sich aber sehr gut mit einem Port abfedern, sodass am Ende alle ganz versöhnlich auseinandergehen. Unsere Empfehlung dazu: Churchills Vintage Port.

Salvation: Sehr interessanter Blend, weniger Kraft, dafür mehr Aroma. Das Geschmacksbild ist auch für erfahrene Aficionados so ungewöhnlich, dass man auch beim Begleitgetränk neue Wege gehen darf und sollte. Unser Blücher Gin Vive La France bildet die perfekte Ergänzung – natürlich pur und ungekühlt. Bei dieser Kombination erlebt niemand sein persönliches Waterloo.

Royalty: Hier wurden Kraft, Aroma und Geschmack super ausbalanciert. Das ruft natürlich nach einem Ausnahmegetränk, als Begleiter. Der vorgeschlagene Rum, Worthy Park Single Estate Reserve, wird dem mehr als gerecht. Cigarre und Rum sind jeweils für sich genommen sensationell, in der Kombination eine Sensation.

Lawless: Irgendwie noch abgefahrener als die Salvation, wer Experimente mag und unserer Empfehlung folgt, begibt sich auf absolut neues Terrain. Mezcal sollte man langsam eh auf dem Schirm haben – hier kommt Crema de Mezcal! Del Maguey, Mezcal mit Agaven Sirup. Würde die Cigarre nicht schon Lawless heißen – die Kombination verdient den Namen allemal.

Geschenkideen für den perfekten Genuss 1

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Die älteste Cigarrenmarke aus Nicaragua „Joya de Nicaragua“ hat uns dieses Jahr mit einigen Neuheiten beehrt. Hervorheben wollen wir vor allem die „Numero Uno“, die bisher nur für Staatsgäste reserviert war und nun für den allgemeinen Verkauf freigegeben wurde. Wenige Kisten kamen nach Deutschland – wir haben uns natürlich für unsere Kunden entsprechend bevorratet.
Die Cigarre ist in der Tat für jedermann geeignet. Leicht bis mittelkräftig gefällt sie durch ihre weichen, aber würzigen Aromen und ist ein Allrounder, was das Begleitgetränk angeht.

Rum: Da passt einfach alles, waRum nicht z.B. bei dieser Gelegenheit das Rhum JM Probierset testen? Wer Spaß hat, neues zu entdecken, macht hier nichts falsch.

Whisky: Wer es gern weich, aber mit Charakter mag, greift zielsicher zu unserem Fairy Flag. Ohne Rauch und Torf geht es nicht? Kein Problem, der Sanaig von Kilchoman erfüllt hier alle Wünsche.

Port: Auch hier gilt, alles ist erlaubt UND gewollt, ob leicht und fruchtig, oder schwer und süffige Süße, die Cigarre genießt die Geschmeidigkeit des roten Port, da haben sich echt zwei Freunde gefunden.

Cognac: Die vergessene Königsklasse, der Cognac zur Cigarre! Unsere Empfehlung ist der 10 Generations von Ferrand. Eine unglaubliche Kombination, die man lange in Erinnerung behalten wird.

Wir sind jetzt auch ein Saftladen.

saefteAb sofort gibt es bei Schollenberger auch gute Heimatsäfte von Mecklenburg-Vorpommerschen Streuobstwiesen. Und da wir keine halben Sachen machen, ist klar, dass unsere Säfte etwas besonderes sein müssen und das heißt für uns 100% Saft. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, ohne Zucker zu arbeiten und besonders aromatische Fruchtsäfte nicht mit Wasser zu verdünnen. Vielmehr machen wir hier natürliche Saftcuvées aus 100% Saft.

Folgende Sorten gibt es ab sofort in unseren Läden in Rostock und Bad Doberan:
Apfelmännchen – 100% naturtrüber Apfelsaft
Johannes – 60% Apfelsaft und 40% Schwarzer Johannisbeersaft
Birnadette – 60% Apfelsaft und 40% Birnensaft

Mil Gin – ein Gin mit mediterranen Kräutern

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Die Geschichte des Mil Gin beginnt auf der iberischen Halbinsel – im Land der Mandeln, Basilikum, Bergamot Orangen, Stachelbeeren, Wachoder, Olive, Iris, Rosmarin und Thymian.
Erst kamen die mystischen Krieger – dann waren ihre Botanicals da. Aus diesen Botanicals wurde der Mil Gin kreiert.
Dieser Gin besticht durch seinen mediterranen und fruchtigen Geschmack. Das Team der Pearse Lyons Distilllery hat Mil Gin erschaffen, einen Gin mit iberisch-irischen Einfluss. Mit diesem Gin kommt ein Stück Spanien nach Irland.

Aroma: frische Sommerfrüchte, Kräuternoten, Wacholder
Geschmack: Zitrusnoten, Wacholder, mediterrane Kräuter

Wiederentdeckt und bewahrt – Historische deutsche Rebsorten

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Auch ausgewiesenen Weinkennern sind Rebsorten wie Günfränkisch, Grüner Adelfränkisch, Blauer Muskateller, Weißer Räuschling. Heunisch, Gelber Kleinberger, Fränkischer Burgunder, Hartblau, Süßschwarz und der Schwarzurban kein Begriff. Und doch handelt es sich hier um einige sehr traditionsreiche Rebsorten, die noch im 19. Jahrhundert in vielen deutschen Weinbergen zu Hause waren. Zwei Weltkriege, Reblausplage, Flurbereinigungen, Trends, politische und gesellschaftliche Wirren haben dazu geführt, dass eine ehemals über 400 Rebsorten umfassende Vielfalt in unseren Weinbergen mutmaßlich verloren gegangen ist. In den letzten Jahrzehnten haben sich deutsche Winzer in der Regel mit ca. 30 Hauptrebsorten im Anbau begnügt. Heute sind etwas über einhundert Rebsorten in Deutschland für den Weinbau zugelassen. Zieht man Neuzüchtungen des 19. und 20. Jahrhunderts und Importe ab, bleiben nicht mehr viele historische Rebsorten in deutschen Weinbergen übrig. Mit dem Vergessen dieser Vielalt wären uns fast einige Kulturgüter und eine große genetische Vielfalt in unseren Weinbergen verloren gegangen. Es ist ein großes Glück, dass sich einige Enthusiasten dem Thema der historischen Rebsorten angenommen haben und mit großem Fleiß viele dieser Rebsorten dem Vergessen entreißen konnten. Einer dieser unermüdlichen ist Andreas Jung, der als Ampelographen (Rebsortenforscher) Licht ins Dunkel brachte und in alten Weinbergen, verwilderten Reblagen oder an Häuserwenden über 100 ausgestorbene Sorten wiederfand, diese bestimmte und für eine Vermehrung sorgte. Diese Traditionsrebsorten hätte es eigentlich nicht mehr geben dürfen, denn oft waren ihre Namen als Synonyme für andere Rebsorten in den Sortenkatalogen geführt. Das sorgte natürlich für weitere Verwirrung bei der Bestimmung von alten Rebstöcken. Es ist daher eine große Leistung, die hier vollbracht wurde und aktuell mit dem Anlegen eines natürlichen Rebsortenarchivs fortgesetzt wird. Wir haben nun die große Chance, alte Rebsorten, die wiederentdeckt wurden, auch zu schmecken, denn einige Winzer nehmen sich der historischen Rebsorten an und pflegen diese teils noch im Versuchsanbau in ihren Weingärten. Es sind große Schätze, die es zu entdecken gilt und die bis heute oft nicht rebsortenrein zu probieren waren, denn die Weine wurden in der Vergangenheit oft im gemischten Satz ausgebaut. So kann man einige erst heute solo probieren. Es ist eine spannende Entdeckungsreise, diese Weine als flüssige Geschichte zu trinken und dadurch diese Ursorten zu bewahren und neue Perspektiven im deutschen Weinbau zu ermöglichen. So können einige dieser Ursorten eine interessante Antwort auf die Herausforderungen von Klimawandel und Extremwettererscheinungen sein. Wir von der Weinhandlung F. Schollenberger sind schon etwas stolz, unseren Kunden nun diese flüssige Geschichte anbieten zu können. Sie erhalten historische Rebsorten in unseren Geschäften in Rostock und Bad Doberan in Flaschen.

Frank Schollenberger
Sommelier