Ron Artesanal – Conde de Cuba

Das Warten hat nun ein Ende, ab sofort sind die handwerklich (spanisch: artesanal) hergestellten Rumqualitäten von Conde de Cuba verfügbar. Wir hatten diese interessante Serie von handgemachten Destillaten von der Perle der Karibik ja schon im Sommer angekündigt. Bei den nun 6 lieferbaren Sorten handelt es sich um typisch kubanisch leichte, harmonische Rums aus der Region Las Tunas. Hier produziert die kleine Brennerei in 5 Kupfer-Columm Stills, mit 25 Mitarbeitern, diese erstklassigen Rums und einen Elexir. Pro Tag werden aus dem heimischen Zuckerrohr „Medialuna“ ca. 5500 Flaschen zu 100% in Handarbeit hergestellt. Im Gegensatz zu anderen kubanischen Marken handelt es sich bei der Destille „The Ron Sevilla Factory“ um eine kleine Manufaktur, die sich innerhalb einer Zuckerrohrplantage befindet und hier das örtliche Zuckerrohr verarbeitet. Die Destillate reifen dann in Eichenfässern, die 220 oder 380 Liter fassen. Die Marke Conde de Cuba war bisher nur dem kubanischen Markt vorbehalten. Durch die Kooperation mit einem spanischen Unternehmen konnte man investieren und dadurch Ausstattung sowie Qualität verbessern. Die Rums von Conde de Cuba sind etwas ganz besonderes und die Mitarbeiter dürfen zu Recht stolz auf das sein, was sie geschaffen haben. Diese Zuckerrohrdestillate von der Insel der bärtigen Revolutionäre lassen die Herzen von Rum- und Kubafreunden höher schlagen. Wir freuen uns sehr, unseren Kunden diese handwerklichen Spezialitäten ab sofort anbieten zu können.

Advertisements

Tipperary Boutique Selection – erster Triple Wood Finish Whiskey

Exklusiv für die Fußballweltmeisterschaft gibt es von der Tipperary Boutique Distillery eine ganz besondere Abfüllung: Tippeary Triple Wood Cask Finish

Der Whiskey hat einen ganz besonderen Reifeprozess erlebt. Ein Sherry Butt wurde in einem Madeira Cask nachgereift, ein anderes Sherry Butt reifte in einem Rotweinfass nach und das dritte Sherry Butt reifte auch in einem Rotweinfass nach. Nachdem diese drei Fässer ihr Finish erhalten hatten, wurde das komplette Madeira Cask komplett in das Sherry Butt gefüllt, danach kam noch ein komplettes Rotweinfass dazu und mit dem dritten Rotweinfass wurde das Sherry Butt aufgefüllt. So erhielten diese drei Fässer nochmals eine Nachreifung im Sherry Butt, um den Whiskey abzurunden.

Der Whiskey wurde mit 57,78% abgefüllt und ist nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert. 

Zur Fußballweltmeisterschaft erscheint diese tolle Abfüllung und wartet darauf genossen zu werden.

Tipperary_Triple_Wood_Cask_Finish_2007_-_Irish_Whiskeys_ml

Tasting Notes:
Aroma: Haselnuss, dunkle Schokolade, Nektraine, Cassis
Geschmack: Sherrysüße, rote und dunkle Beeren, dunkle Schokolade, leichte Würze
Nachklang: langanhaltend weich mit Würze und dunklen Beeren

Tipperary Boutique Distillery
Im Süden Irlands im wunderschönen County Tipperary entsteht eine neue Destillerie. Der Ort an dem die Destillerie entstehen soll ist bereits gefunden und die Genehmigung liegt vor. Die Destillerie wird auf dem Grundstück des Dundrum Hotel ganz in der Nähe der familieneigenen Farm gebaut. Die Gerste für den Whiskey wächst bereits auf den Feldern. Die Felder werden bereits in 5.ter Generation von der Familie Ahearn bestellt.

Die Eigentümer der Destillerie sind Stuart Nickerson, seine Tochter Jennifer Nickerson und ihr Verlobter Liam Ahearn. Stuart Nickerson hat bereits für viele große Destillerien in Schottland gearbeitet und ist bekannt als Berater im Bereich schottischer und irischer Whiskey. Stuart hat das technische Know-How, Jennifer ist die Geschäftsfrau und Liam pflanzt großartige Gerste auf den Feldern seiner Farm in Ballindoney. Sie haben alle Zutaten, um einen großartigen Whiskey produzieren zu können.

Ballykeefe Distillery – Irland’s einzige Farm Distillery

Die Ballykeefe Distillery ist mitten im Herzen Irlands beheimatet, ganz in der Nähe von Kilkenny. Morgan Ging hat schon sehr lange den Traum eine eigene Destidllerie auf der familieneigenen Farm zu erbauen. Er möchte die Tradition des Brennens zurück auf die Farm bringen. Die Familie Ging baut seit mehreren Generationen Getreide an und diese Aufzeichnungen gehen zurück bis in die goldene Ära der Farm Destillerien in Irland. Das Besondere an dieser Destillerie ist, dass vom Getreide bis zum Destillat in der Flasche alles auf der Farm produziert und verarbeitet wird. Außerdem verfolgen sie das Ziel keinen Abfall zu produzieren. Die Reste des Getreides werden als Viehfutter verwendet, für die Tiere der Farm. Auch über eine eigene Quelle verfügt die Farm.

Ballykeefe

Das Hauptaugenmerk der Destillerie liegt auf der hochwertigen Qualität ihrer Produkte. Von Anfang an war Jamie Baggott als Master Distiller mit an Bord. Er arbeitet seit vielen Jahren in verschiedenen Destillerien und hat schon einige Medaillen für Produkte gewonnen, die er hergestellt hat. Wann immer es geht führt Jamie Baggott Touren durch die Destillerie selbst durch und verrät einige Geheimnisse seiner Arbeit. Von Anfang an hat sich Ballykeefe auch Fässern. Gebrannt wird auf drei kupfernen Pot Stills. Die Pot Stills sind 1.800 und 1.200 Liter groß. Momentan wird dort Single Pot Still und Single Malt Whiskey produziert doch ist es auch in der Planung Rye Whiskey zu produzieren.

Bis der erste Whiskey fertig ist zur Abfüllung können wir bereits deren Gin, Vodka und Poitin genießen. Der Poitin ist aus ihrem New Make hergestellt, so dass wir hier bereits einen Vorgeschmack auf den Whiskey erhalten. Es ist ein Poitin, der aus 70% gemälzter und 30% ungemälzter Gerste hergestellt wurde, so dass er einen Single Pot Still Poitin entspricht.

Tasting Notes:
Ballykeefe Vodka:
Aroma: weißer Pfeffer, frisch geschnittene Kartoffel, frisch
Geschmack: cremig und klar, schwarzer Pfeffer, Macadamianüsse

Ballykeefe Poitin:
Aroma: fruchtig mit etwas Banane und leichten Weinnoten
Geschmack: Malznoten, süßer Biskuit, roter Pfeffer, frisches Holz, etwas Vanille
Nachklang: langes weiches Finish mit leicher Süße

Ballykeefe Gin:
Aroma: frische Zitrusnoten, florales Bouquet, etwas Gewürze
Geschmack: Wacholder, Zitrus, Kräuter- und Gewürznoten

Neu bei uns: Plantation Xaymaca

„Xaymaca“ ist der arawakische (Arawak: südamerikanische und karibische Sprachfamilie) Name für den Inselstaat Jamaica. Xaymaca bedeutet so viel wie Quellenland oder Holz- und Wasserland.

plantation-xaymaca

Zuerst erfuhr dieser Rum eine 1-3 jährige Lagerung in Ex-Bourbon-Fässern in seinem Ursprungsland Jamaika. Dann legte der Kellermeister den Rum in kleine, gebrauchte Cognac-Fässer aus französischer Eiche (350 l) für ein weiteres Jahr. Dieser Blend wurde zudem mit einem kleinen Teil von 17 Jahre altem Jamaica-Rum veredelt.
Ein sehr komplexer Rum, mit leicht rauchigen und fleischigen Anklängen mit ebenfalls säuerlichen fruchtig-pflanzlichen Noten. Im Verlauf zeigen sich auch deutliche Vanille-Noten, sowie reife Bananen, Bitterorangenschalen und geröstete Ananas.

Harris Gin – der flüssige Botschafter einer Insel

Wacholder, Koriander, Angelikawurzel, Veilchenwurzel, Kubeben Pfeffer, Bitterorangenschale, Süßholzwurzel, Zimt und Zuckertang sind die Aromaten des Harris Gins, der vom The Gentlemans Journal zum besten Gin 2017 gekürt wurde. Besonders der vor Ort in den Unterwasserwäldern vor der Isle of Harris von Tauchern geerntete Zuckertang verleiht dem Gin seine spannende Küstenaromatik.

14732366_1152174894895875_7907221923095095448_n

Darüberhinaus konnte dieser auf den äußeren Hebriden hergestellte und verankerte Gin in kurzer Zeit viele Preise uns Auszeichnungen einfahren. Alleine 2016 freute man sich auf Harris über zahlreiche Auszeichnungen, darunter: International Spirits Challenge – Bestes neues individuelles Produktdesign und kategorieübergreifender Supreme Champion; Deutscher Verpackungspreis 2016; Dieline Awards – 1. Preis in der Kategorie Spirituosen; Spirits Business Awards – 1. Preis in der Kategorie Spirituosen und Pentawards – Gold Award 2016.

Distillery

Unter dem Namen Herach, was die gälische Bezeichnung für die Inselbewohner von Harris ist, wird hier in Tarbart auch Whisky gebrannt. Dieser reift im Moment noch in den Lagerhäusern der Brennerei. Dieses Wasser des Lebens ist ein Vertreter einer neuen Whiskyregion in Schottland, die äußeren Hebriden. Dieser Whisky ist das Versprechen der Macher an ihre tiefe Verbundenheit mit der Region und ihren Menschen. So ist die Brennerei im Hafen von Loch Tarbert ein Symbol für Jeden, der auf dem Seeweg nach Harris kommt und neben dem weltweit bekannten und geliebten Harris Tweed ein neuer Botschafter dieser Insel vom Ende Europas.

Black Tot Day am 31. Juli 1970

Die Rumtradition der Royal Navy begann 1655 mit der Eroberung Jamaikas durch die Engländer. Oliver Cromwell hatte Robert Venables und Admiral William Penn sen. mit einer Streitmacht in die Karibik geschickt, um gegen die Spanier zu kämpfen und hier Stützpunkte zu erobern.

ojgslk780bxxn3ozqtxb

Auf Jamaika wurde erstmals an britische Seeleute Rum als Teil der täglichen Ration ausgegeben. Bis dahin waren feindliche spanische Weine und Brandy aus Frankreich Teil der Verpflegung. Diese hatten sich bei langen Seereisen als Ersatz für Wasser und Bier, welche schnell verdarben, erwiesen. In der Karibik war die Beschaffung von Wein und Brandy aber schwierig und man brauchte eine Alternative. Hier rückte der Rum ins Blickfeld, der auf der 1625 von den Portugiesen erworbenen Insel Barbados von den Britten hergestellt wurde. Im Jahre 1655 wurden auf Barbados ca. 4 Millionen Liter Rum erzeugt, die fast ausschließlich auf der Insel und in benachbarten Kolonien konsumiert wurden. Im Jahre 1668 gingen nur mickrige 1.000 Liter Rum als Exportgut in das Mutterland. Die Qualitäten des karibischen Rums waren damals auch nicht so gut, dass sie eine größere Nachfrage auf den britischen Inseln erzeugt hätten.
Aber um die Seeleute der Marine zu versorgen, reichten die Qualitäten aus. Außerdem war der Rum in Fässern auf den Schiffen haltbar. Auf den Reisen stellte sich dann heraus, dass sich die Qualität des Rum im Laufe der Zeit mit der Lagerung in den Fässern verbesserte. Außerdem erkannten die Plantagenbesitzer der britischen Kolonien den neuen Absatzkanal und machten sich für die Verwendung des karibischen Rums auf den Schiffen in der Karibik stark und sorgten dafür, dass der teure Brandy und Wein nicht mehr an die Mannschaften ausgegeben wurden. Im Jahre 1731 war Rum dann ganz offiziell Teil der Bordverpflegung. Aus dieser Zeit stammt wohl auch die Bezeichnung Over Proof., was so viel wie Probe oder Nachweis bedeutet. Die Seeleute prüften den Alkoholgehalt des ihnen zustehenden Rums mit Hilfe von Schießpulver, indem Sie das Schießpulver mit dem von den Offizieren ausgegebenen Rum tränkten. Wenn das befeuchtete Schießpulver zündetet und mit blauer Flamme brannte, war es Over Proof und hatte einen Alkoholgehalt um 57 Prozent. So konnten sich die Seeleute vor dem absichtlichen Panschen des Rums schützen, denn das so ergaunerte Geld wanderte in die Kassen der Offiziere. Noch heute wird Proof in den USA (50%) und in Großbritannischen (57%) als Maßeinheit für den Alkoholgehalt verwendet.

1916-Britische-Marineangehörige-erhalten-ihre-taegliche-Rumration
1916: Britische Marineangehörige erhalten ihre tägliche Rumration

Ab 1779 wurde vom Versorgungsamt der Royal Navy auf allen Schiffen, in allen Operationsgebieten ausschließlich Rum an die Mannschaften der Marine ausgegeben. Seit 1731 hatten die britischen Seeleute in der Karibik Anspruch auf ein halbes Pint (1/4 Liter) Rum.
Während des „War of Jenkin‘s Ear“ gegen Spanien kommandierte Admiral Edward Vernon das britische Geschwader in der Karibik. Dieses war in Port Royal stationiert. Hier erteilte er diesem am 21. August 1740 den Befehl, den in den Heuerverträgen zugesicherten Rum nur noch verdünnt auszugeben. Vernon war der Ansicht, dass die zugeteilte Menge Rum Disziplinlosigkeit und Alkoholismus befördert. Durch die Verdünnung von 1:4 sollten die Seeleute gezwungen werden, nicht alles auf einmal zu trinken. Der Spitzname des Admirals bei seinen Mannschaften, „Old Grog“, soll Namenspatron von dem auch in Norddeutschland populären Grog als Mischung von Wasser und Rum gewesen sein.
1756 wurde die tägliche Ausgabe von mit Wasser gestrecktem Rum an die Seemannschaften in dem britischen „Naval Code“ festgelegt. 1824 wurde diese Menge Rum in der Marine auch durch die starke Abstinenzlehrbewegung auf die Hälfe reduziert. Als Ausgleich wurden die Tabak-, Tee- und Fleischrationen erhöht. Ab 1848 konnten sich die Besatzungsmitglieder alternativ auch für gesüßten Tee entscheiden.
Die Rumration, der sogenannte Tot, wurde dann auf Betreiben der Admiralität immer wieder verkleinert und durch die Zahlung des sogenannten „Grog Money“ an die Seeleute eine Möglichkeit geschaffen, ganz auf den Rum zu verzichten. Nun gab es nur noch einmal am Tag Rum für die Mannschaften und Offiziere. Diese Ration bestand aus 71 Milliliter 54-prozentigen Rums.
Nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1918 wurde die Rumausgabe an Offiziere abgeschafft. Da der Dienst auf den Schiffen seiner Majestät immer anspruchsvoller wurde, nahmen 1950 nur noch ca. 33 Prozent der in der Navy Dienenden die Rumration in Anspruch. Außerdem war das Autofahren unter Alkoholeinfluss verboten, in der Marine hingegen wurden moderne und komplexe Waffensysteme unter dem Einfluss von Alkohol bedient.
Es dauerte aber noch bis zum Dezember 1969, in dem die Admiralität beschloss, die Rumausgabe an ihre Mannschaften einzustellen. Das Unterhaus des Parlaments in London führte auf Betreiben des Abgeordneten James Wellbeloved am 28. Januar 1970 noch eine Debatte über die Rücknahme dieser Anordnung.
Diese mit viel Humor geführte Debatte ging als Great Rum Debatte in die Geschichte ein.
Im Rahmen der Diskussion wies der Marinestaatssekretär David Owen auf die einzusparende Summe von fast 3 Millionen Pfund hin. Das Unterhaus bestätigte daraufhin die Entscheidung der Admirale. Mit dem eingesparten Geld wurden in der Folge über den Sailor‘s Fund die Freizeitaktivitäten der Marineangehörigen subventioniert.
Über drei Jahrhunderte war der braune Navy Rum in Fässern der Begleiter der Seeleute in der Royal Navy auf allen Meeren. Die Fässer waren zu Ehren des jeweils herrschenden Monarchen mit „Die Königin – Gott segne sie“ oder „Der König Gott – segne ihn“, beschriftet. Mit seinen 57,1 Prozent bot der braune Stimmungsaufheller Stoff für Legenden und Mythen auf allen sieben Meeren.
Der Black Tot Day war dann der 31. Juli 1970, an dem die Seeleute der Royal Navy ein letztes Mal ihre Kupferbecher mit dem ihnen zustehenden Tot Rum füllen konnten. Weltweit trugen die Matrosen auf britischen Kriegsschiffen einen Trauerflor und begingen diesen Tag mit Trauerzeremonien und Salutschüssen.
Bei der Royal Canadian Navy dauerte es noch bis 1972. Hier wurde der „Black Tot Day“ am 31. März zelebriert. In der Royal Australian Navy wurde die Rumausgabe schon 1921 eingestellt, die US Navy hatte dies bereits am 1. September 1862 während des Sezessionskrieges getan. In der Royal New Zealand Navy gab es den Rum für die Seeleute noch bis zum 28. Februar 1990.
Sein Ende im Ausschank bei der Royal Navy war aber nicht das Ende des Navy Rums für Rumliebhaber. Im Jahre 1979 erhielt der Destillateur Charles Tobias das Rezept des Rums, der die Grogwannen auf britischen Schiffen füllte, von der Admiralität und begann, die Mischung aus fünf westindischen Rums als Navy Rum zu verkaufen. Tobias nannte seine neue Firma Pusser nach dem Slang-Begriff für einen Schiffsinspektor, der ursprünglich die Rationen an die Seeleute verteilte. Weitere Unternehmungen wie Lambs folgten. Heute gibt es eine Vielzahl von sogenannten Navy Rums, nicht nur mit britischer Historie. Einige dieser Produkte erzählen Geschichten von österreichischen und dänischen Marinerum-Traditionen. Für Rumliebhaber und Sammler gibt es auch heute noch einige Flaschen des Black Tot ‚Last Consignment‘ British Royal Naval Rum (auch in der Weinhandlung Schollenberger zu haben).

BlackTot_Back_850
Am 31. Juli 1970 endete eine uralte Tradition in der königlich-britischen Marine: Bei 6 Glasen zur Vormittagswache wurde die letzte Rumration an Bord der Schiffe ausgegeben. Ein Tag, der für immer als Black Tot Day in Erinnerung bleibt. Dies sind die letzten Bestände der Marine, die nach nahezu 40 Jahren als „Last Consignment“ abgefülllt wurden. Er ist ein Stück maritimer Geschichte, die im Jahre 1635 begann.

Dieser dunkle, sehr elegante und schwer zu findende Rum stammt aus den letzten Fässern, die für die Navy vor 1970 gefüllt wurden. Dieser alte Rum ist schokoladenbraun, holzig, anisig, stark konzentriert und einfach unglaublich. Eine Flasche kostet heute mehrere Hundert Euro. Aber zum Glück gibt es den passenden Kupferbecher kostenlos dazu.

Frank Schollenberger

(veröffentlicht im 0381-Magazin Juli 2018)

Neu: „Undine“ – ein Festtags-Wein für den Sommer

IMG_2105

In Kooperation mit dem Pfälzer Weingut Janus bringt die Weinhandlung Schollenberger zum Rostocker Jubeljahr einen besonderen Festtags-Wein heraus. Premiere für das Weißwein-Cuveé „Undine“ ist der Hansetag in Rostock. Das jugendlich, frische Sommer-Cuveé aus 90% Grauburgunder und 10% Riesling ist nach der Undine benannt. Diese ist ein Wassergeist oder auch Nixe aus der deutschen Sagenwelt. Das Cuveé basiert auf einer Zusammenarbeit des aus Bremen stammenden Winzers Frederik Janus und des Rostocker Weinhändlers Frank Schollenberger. Diesen Wein kann man daher zu Recht, gerade im Jubiläumsjahr Rostocks, als hanseatische Kooperation bezeichnen. Der Geisenheim-Absolvent Janus und der Sommelier Schollenberger haben mit diesem Projekt einen ganz besonderen Wein geschaffen, der gerade zu den sommerlichen Feierlichkeiten – mit seiner Eleganz, Frische und delikaten Frucht – besonders viel Spaß bereitet. Hierbei sorgt der Grauburgunder für Struktur, Rückgrat und Frucht. Der frische Riesling bringt die Eleganz, Frische und eine zarte Fruchtsüße ins Spiel. Das Cuveé ist ein harmonischer Begleiter zur leichten Sommer- und Fischküche. Aber auch als Terrassenwein weiß dieser Wein aus der Pfalz zu begeistern. Der Duft der flüssigen „Undine“ bezaubert ähnlich wie der anmutige Gesang der sagenhaften Undine.
Die „Undine“ gibt es in den Schollenbergerschen Weinhandlungen in Rostock und Bad Doberan und auf dem Hansetag für 9,95 €.

Neu in unseren Läden: Die Weine vom Chateau Schembs

Chateau-Schembs

Arno Schembs sagt: „Die ältesten Artefakte in unserem Weingut sind ein sehr aufwändig gearbeiteter hölzerner Handwerkszirkel mit der Jahreszahl 1704 und ein handschriftliches Dokument über den Verkauf von Wein aus dem Jahr 1644.
Handwerk, Handschrift und Wein prägen meine Arbeit bis heute.
Seit Beendigung meines Studiums in Geisenheim 1987 kümmere ich mich um den Weinbau auf unserem Gut.
Mittlerweile gehören uns Reben in der historischen Originallage Wormser Liebfrauenstift -Kirchenstück- und einige denkmalgeschützte Häuser in Herrnsheim, der ehemaligen Residenz der Freiherren zu Dalberg.
Durch meine Liebe zu Tradition, Geschichte, alten Häusern und Wein konnte ich 2006 Teile des Herrnsheimer Schlosses übernehmen, dem heutigen Sitz von CHATEAU SCHEMBS.“

Neu: Unsere Miniaturen (0,2l)

Miniaturen

Blücher Baltic Gin (45% vol.)
Der Blücher Gin präsentiert sich kraftvoll mit einer Note von Koriander, Piment und Wacholder. Er ist pur und im Mix ein absoluter Genuss. Im Mix spielt er durch seine Aromen eine harmonische erste Geige. Unser Blücher Baltic Gin ist aromatisch und kraftvoll mit dem vollen Ginaroma, aber trotzdem harmonisch, eindrucksvoll und spannend. Ein Gin, der am Gaumen rangeht wie Blücher.

Death in Paradise Jamaica Rum (42% vol.)
Dunkler Rum aus Jamaika mit einer typischen Aromatik von Weinbrandbohne mit Kaffee, Kakao und Anspielungen von Trockenfrüchten. Diese Rumspezialität reift 5 Jahre in Eichenholzfässern und erlangt dadurch eine ganz besondere Harmonie und Eleganz. Death in Paradise ist ein exemplarisches Beispiel für einen Jamaika-Rum. Er bereitet pur ein großes Trinkvergnügen und ist ein unverzichtbarer Bestandteil von karibischen Cocktailklassikern wie „Dark and Stormy“.

Moby Dick Dominican Rum (40% vol.)
Unser Moby Dick ist im Gegensatz zu seinem Namenspatron ein besonders weicher und eleganter Rum, der 15 Jahre im Solera-System in alten Sherryfässern reifte. Nach seiner Zeit in den Fässern wird dieser Rum ohne Schönung, Filtrierung und Färbung für uns abgefüllt. Moby Dick ist für alle, die einen reifen und samtigen Rum mit einer zarten natürlichen Süße und einer guten Balance aus Frucht und Holz-Aromatik suchen, das flüssige Schätzchen aus der Karibik.

Garifuna Caribbean Rum (40% vol.)
15 Jahre verbrachte dieser Rum aus Nicaragua, dem Lande Sandinos, in Fässern, um sein interessantes Geschmacksbild mit einer spannenden Holzaromatik zu erlangen. Namensgeber sind die afrokaribischen Garifuna, die sich seit dem 17. Jahrhundert ihre Identität im kolonialen Spannungsfeld zwischen Briten und Franzosen bewahren konnten. Nimmt man sich aber die nötige Zeit und lässt sich auf die wilde karibische Schönheit ein, so weiß sie, zu begeistsern und ist ein aufmunternder Begleiter nicht nur zur Zigarre. Unser Garifuna wird ohne Filtration und Färbung abgefüllt.