Hafenrum Banyuls Single Cask

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Heute haben wir das zweite Kontingent von unserem Hafenrum Banyuls Single Cask gefüllt. Die Vorbestellungen können ab morgen in unseren Geschäften abgeholt werden.
Bei unseren Handelspartnern trifft der Hafenrum auch in Kürze ein und ist dann in den Geschäften verfügbar.
Wir bedanken uns und sagen Prost!

Roter Schwabe

Dass die Schwaben ein ganz besonderes Völkchen sind, ist klar. Und neben ihrer sprichwörtlichen Sparsamkeit („Ein Schwabe ist ein wegen seines Geizes des Landes verwiesener Schotte.“) pflegen diese Alemannen einige weitere Eigenarten. So wird Spott anderer gerne umgedeutet und zur positiven Eigenschaft. Auch zum Wein pflegt man ein besonderes Verhältnis und behauptet gerne von sich, Meister im selbertrinken des in der Heimatregion angebauten Weines zu sein.

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Alle anderen könnten sich eigentlich über jeden Tropfen schwäbischen Weines glücklich schätzen, der die Landesgrenzen verlässt, denn die Schwaben würden ihren guten Wein am liebsten selber trinken. Außerdem fließt in den Adern der Schwaben ein ganz besonderer Saft, Trollinger. Das ist der schwäbische Nationalwein und wird in Deutschland fast ausschließlich nur in Württemberg angebaut. Der Trollinger hat es nicht so dolle mit der Farbe, ist gemeinhin als leichter schwäbischer Schoppenwein bekannt und wurde im Ländle traditionell aus Hänkelgläsern getrunken, die einen Viertelliter fassen. Außerdem ist er im württembergischen Weinland ein Identitätsstifter und die dominierende Rebsorte. Wie in vielen anderen Fällen waren es wohl auch hier die Römer, welche die Rebsorte an den germanischen Rhein brachten. Sein Hauptverbreitungsgebiet fand er im Tal des Nebenflusses Neckar. Der Name der säurebetonten Rebsorte leitet sich wohl von „Tirolinger“ ab. Denn auch in Südtirol ist die Rebsorte weit verbreitet und unter dem Namen Vernatsch sehr bekannt. Als Tafeltraube wird Trollinger in aller Welt als Black Hamburg bezeichnet und steht selbst im Norden an geschützten Hauswänden seinen Mann. Trollinger-Weine sind nicht sehr intensiv in der Farbe. Gut geratene Trollinger können aber eine rubinrote Farbe haben. In der Regel ist der Schwabe jedoch leicht und durch seine höheren Säurewerte frisch und jugendlich. Diese Attribute machen ihn zu einem unkomplizierten Schoppen- und Zechwein, der im Sommer auch leicht gekühlt ein Vergnügen sein kann. Böswillige Nichtschwaben verspotten den schwäbischen roten Nationalwein auch gerne mal als Rosé. Trollinger als Prädikatsweine sind selten zu finden, da das durchschnittliche Mostgewicht von 75 Grad Öchsle hierzu nicht ausreicht. Wie gesagt, das ist auch nicht der Anspruch des Schwaben. Er möchte als Solist einfach nur ein unkomplizierter und süffiger Begleiter und Ausdruck einer regionalen, liebenswerten Weinkultur sein. Eine weitere schwäbische Spezialität ist der Trollinger im Duett. Hier wird er gerne mit einem anderen typischen Württemberger, dem Lemberger verschnitten. Hier gibt es zwei Spielarten – einmal Trollinger mit Lemberger und Lemberger mit Trollinger, wobei der Erstgenannte im Blend immer den Löwenanteil stellt. In jedem Fall ist der Trollinger ein Ausdruck und Beleg für die vielfältige Weinkultur in Deutschland und ein guter Begleiter beim Picknick oder für eine lange, angeregte Diskussion bis weit in die Nacht.

Frank Schollenberger
Sommelier

Von Schiller bis Badisch Rotgold

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Roséweine erfreuen sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit und stellen schon lange nicht mehr nur eine Alternative für Leute dar, die sich nicht zwischen Rotwein und Weißwein entscheiden können. Sie haben sich längst als eigenständiger Weinstil etabliert. In Deutschland wird ein Roséwein aus Rotweintrauben (Weißherbst) hergestellt. Hier wird bei der Vinifizierung durch eine kurze oder keine Maischestandzeit nur ein kleiner Teil des Traubenfarbstoffes aus der Traubenhaut gelöst. Eine besondere Spielart bei den roséfarbenen Weinen ist der Rotling. Der Rotling als Mischung aus roten und weißen Trauben stellt eine eigenständige Weinart dar. Weinrechtlich ist er kein Rosé. Von der Farbe und der geschmacklichen Anmutung ordnet er sich aber in die Gruppe der rosafarbenen Gaumenschmeichler ein. Wobei die Farbe und der Extrakt sehr unterschiedlich sein kann. So gibt es sehr stämmige Rotlinge mit starker Farbe, aber auch sehr zarte Gesellen. Farbe und Extrakt richten sich nach dem Verhältnis der verwendeten roten und weißen Trauben. Der Rotling hat in einigen Regionen ganz besondere Vertreter hervorgebracht. Im Württembergischen ist das der Schillerwein. Dieser ist ein sogenannter gemischter Satz aus roten und weißen Trauben. Erlaubt sind in Schwaben dafür alle zugelassenen Rebsorten. Der Schiller muss mindestens als Qualitätswein erzeugt sein. Man könnte nun vermuten, dass der deutsche Dichterfürst Schiller als gebürtiger Schwabe hier Namenspate war. Und er war auch sicher an dem einen oder anderen Schoppen interessiert. Aber nur weil er gerne dem Weine zugesprochen hat, trägt der Schillerwein nicht seinen Namen. Vielmehr geht die Namensgebung auf Zeiten vor dem Dichter zurück. Es ist ganz einfach – der Schillerwein trägt seinen Namen, weil er so verheißungsvoll im Glas schillert. Im badischen Teil des Ländchens gibt es eine souveräne Entsprechung, die natürlich ganz anders als bei den Schwaben ist. Der dadische Rotling wird selbstbewusst als Badisch Rotgold ins Rennen geschickt. Hier gibt es einige spezielle Spielregeln. Natürlich muss das Mostgewicht des Lesegutes auch beim Badischen Rotling mindestens eine QbA-Qualität hervorbringen. Bei der Auswahl der zugelassenen Rebsorten ist man strenger als bei den schwäbischen Nachbarn. In den badischen Anbaugebieten dürfen nur echte badische Rebsorten verwendet werden. So sind für den Badisch Rotgold nur Grauburgunder (mindestens 51%) und Spätburgunder (maximal 49%) zugelassen. Die Vermählung der Trauben oder Moste muss vor der Gärung erfolgen. Beide Weine haben eine lange Tradition, passen aber als jugendlich frische Weine für den unkomplizierten Genuss in unsere Zeit und haben bei Weinfreunden und ambitionierten Winzern eine Zukunft. Die Empfehlung für einen Badisch Rotgold ist der Wein von Bettina Schumann aus Königschaffhausen, der mit einem Retroetikett ganz modern daherkommt. Die junge gebürtige Berlinerin hat dem Klassiker im Kaiserstuhl neues Leben eingehaucht und modern interpretiert. So bringt sie eine Menge Spass ins Glas. Der Spassmacher mit natürlicher Restsüße darf natürlich beim Gillen nicht fehlen.

Frank Schollenberger
Sommelier

Rostocker Hafenrum – Offizieller Verkaufsstart

Rostocker Hafenrum 2020
Single Cask Banyuls

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Es ist uns eine große Freude, unseren Kunden etwas ganz Besonderes anbieten zu können. In unserer Heimatstadt Rostock gibt es 2020 zwei ganz besondere maritime Jubiläen. In diesem Jahr feiern zwei Rostocker Häfen ihren Geburtstag. Da ist zum einen der Fischereihafen mit dem 70. und der Überseehafen feiert seinen 60. Gründungsjahrestag. Scheinen diese Jubiläen in der Jahrhunderte zählenden Geschichte der Perle an der Ostsee doch sehr jugendlich anzumuten, so waren diese beiden Umschlagplätze in der jüngeren Geschichte der Hansestadt sehr wichtig.

Außerdem haben wir als Weinhandlung Schollenberger in diesem Jahr unser Fasslager im alten Stadthafen von Rostock an der Warnow bezogen. Das ist für uns Grund genug, ein besonderes Fass aufzumachen und abzufüllen.

Ab sofort gibt es bei Schollenberger und befreundeten Händlern unsere limitierte Hafenrumabfüllung aus dem Banyuls-Fass. Es ist sicher nicht alltäglich, dass Rum in einem Banyuls-Fass gelagert wird. Das Ergebnis ist aber wirklich entzückend und hat allen Testern großen Spaß gemacht. Alle, die eine der wenigen Flaschen von 444 ergattern, dürfen sich auf einen ganz besonderen Rum aus dem Hause Schollenbeger freuen. Mit dieser Abfüllung präsentieren wir mit Stolz den ersten Rostocker Hafenrum. Unser Hafenrum erfuhr ein dreijähriges „tropical aging“ in gebrauchten Bourbonfässen auf seiner Heimatinsel Jamaika, um danach 25 Monate per „continental aging“ in Mecklenburg an der Ostseeküste seine Vollendung zu erfahren. Verwendet wurden hierzu ein gebrauchtes Süßweinfass aus der französischen Gemeinde Banyuls-sur-Mer im Département Pyrénées-Orientales in der Region Okzitanien. Sie liegt in der historischen katalanischen Comarca Rosselló. Banyuls (AOC) ist ein französischer Dessert-/Süßwein, der in den Weingärten der kleinen Stadt Banyuls-su-Mer gedeiht und in kleinen Kellereien venifiziert wird. Er darf nur in der Region Languedoc hergestellt werden, wo sich die Berge der Pyrenäen und das Mittelmeer begegnen. In dieser Region befinden sich nur ca. 1400 ha Weinberge im Ertrag. Es handelt sich in jedem Fall um ein ganz besonderes Fass.

Unser Rum aus Jamaika bekommt durch die Reifung eine ganz spezielle fruchtige und weinige Note. Aromen von Tee und Zitrusschalen geben sich ein Stelldichein und kommunizieren mit Karamell, Trockenfrüchten und Schokolade. Und wer sich Mühe gibt, kann auch maritime Anspielungen im Glas erkennen. In jedem Fall kann der Rostocker Hafenrum seine Herkunft nicht verleugnen und spielt auch ein wenig mit seinen alkoholischen Muskeln. Seine 57% sorgen für eine gute Struktur, ohne dass sie den Spass verderben. Ab der 18. KW gibt es das erste Kontingent im Handel. Eine zweite Runde der auf 444 Flaschen limitierten Abfüllung gibt es dann im Mai.

Tastingnotes
In der Nase Aromen von Tee und Zitrusschalen mit typischen Noten von Jamaikarum, am Gaumen Karamell und Trockenfrüchte mit Anspielungen von Schokolade und geschmeidigen Süßweinnoten, stämmig und kraftvoll mit einem weichen, warmen Herz.

Technische Daten
Rostocker Hafenrum 2020
Single Cask Banyuls – Fass

Herkunft: Jamaika WP Pot Still Rum
Reifung: 3 Jahre tropical aging auf Jamaika im Bourbonfass, danach continental aging für 25 Monate im Banyuls-Fass in Mecklenburg an der Ostseeküste
Alkohol: 57% vol.
Auflage: 444 Fl
Preis: 0,50l / 49,95 €
Abfüller: Weinhandlung F. Schollenberger Rostock

Hopfen, Malz, Hefe & Wasser

Wir in Mecklenburg haben es ja eigentlich schon immer gewusst, dass die Norddeutschen die besseren Bierbrauer sind. Denn es gab Zeiten, als selbst der Fürst-Bischof von Würzburg den Bewohnern der angeblichen Bierhauptstatt Deutschlands – München – „uff ewiglich“ das Brauen verbot, weil er die im Vergleich zu den norddeutschen Bierqualitäten grausigen flüssigen Machenschaften aus Bayern satt hatte.

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Dies geschah im Jahre 1434. Obwohl dieses Verbot wohl nur auf dem Papier bestand und es ziemlich schnell von den Münchner Brauerein unterlaufen wurde, hatten es diese sehr schwer gegen die Vormachtstellung der Brauerein aus dem Norden.
Durch die Hanse fanden die norddeutschen Biere nicht nur in Deutschland ihre Konsumenten. So waren die Biere aus Rostock im gesamten Ostseeraum begehrtes Handelsgut und hatten einen guten Ruf.
In Bayern wurde Bier fast nur an den Fürstenhöfen und in den Klöstern getrunken, da die Bevölkerung den eigenen Privatbrauern in Bezug auf die Qualität misstraute. Denn im bayrischen Bier landete so ziemlich alles was dort nicht reingehörte. Deshalb wurde schon im 12. Jahrhundert ein Gesetz zur „Reinhaltung des Bieres“ gefordert. Diese Probleme hatte man in Norddeutschland freilich nicht, denn hier wurden Biere von bester Qualität, auch ohne gesetzliche Reglung, erzeugt.
Um den bayrischen Bierpanschern endgültig das Handwerk zu legen, wurde deshalb auf dem Landständetag zu Ingolstadt am 23. April des Jahres 1516 von Herzog Wilhelm IV. von Bayern und seinem Bruder Ludwig X. verfügt, dass nur Gerstenmalz, Hopfen und Wasser zum Brauen verwendet werden durften. Mit diesem Reinheitsgebot verbesserte sich nun auch die Qualität der Biere aus dem Süden Deutschlands. Nun würzte man nicht mehr mit „den Kopf toll machenden Kräutern“.

Auszug aus dem Reinheitsgebot vom 23. April 1516
„Wie das Pier Summer un Winter aus dem Land sol geschenkt und prauen werden …(…)…das füran allenthalben in unseren stetten märckthen un auf dem lande zu kainem pier merer stückh dan allein gersten, hopfen un wasser genommen un gepraucht solle werdn.(…)“

Was ist Bier?
Bier entsteht durch alkoholische Gärung aus den Zutaten Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Nach dem deutschen Reinheitsgebot darf für untergärige Sorten nur Gerstenmalz verwendet werden. Für obergäriges Bier ist auch die Verwendung von Weizen-, Roggen-, und Dinkelmalz erlaubt. In anderen Ländern und Kulturen werden auch Mais, Reis und sogar Früchte zur Bierherstellung verwendet.

Die Biergattungen
Hier werden die Biere nach ihrem Stammwürzegehalt unterschieden. Der Stammwürzegehalt ist der Extrakt aller aus dem Malz gelösten Bierinhaltsstoffe in der noch nicht vergorenen Würze. Die Stammwürze wird bei der Gärung zu mehr als einem Drittel in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Der Stammwürzegehalt wird mit der Bierwürzspindel gemessen. Heute unterscheiden wir zwischen Einfachbier mit bis zu 7% Stammwürze, Schankbier mit 7 – 11% Stammwürze, Vollbier mit 11 – 16% Stammwürze und Starkbier mit über 16% Stammwürze.

Obergärige Biere
Die Obergärung ist das alte Verfahren und findet bei einer Temperatur von 15 – 20°C innerhalb von drei bis fünf Tagen statt. Die hier tätigen Hefen steigen nach Beerdigung der Gärung an die Oberfläche. Hierbei entstehen geschmacksintensive und aromatische Biere wie Ale, Altbier, Trapsten-Bier, Porter und Weizenbiere.

Untergärige Biere
Die Untergärung ist heute die wichtigste Technologie zur Bierherstellung. Sie konnte aber erst nach der Erfindung der Ammoniak-Kältemaschine im Jahre 1876 durch Carl von Linde ihren Siegeszug antreten. Hier findet die Gärung zwischen 6 und 8°C innerhalb von sieben bis zehn Tagen statt. Nach der Gärung setzen sich die hier verwendeten Hefen am Boden des Gärbehälters ab. Untergärige Biere sind: Lager, Pilsner, Dortmunder, Malzbier, Märzen, Münchner, Bock, Doppelbock und Rauchbier.

Spontane Gärung
Diese wird in Belgien zur Herstellung von Lambick, Gueuze und Kriek angewendet. In dem besonderen Klima einer südlich von Brüssel gelegenen Region lösen wilde Hefen eine spontane Gärung beim Bier aus.

Frank Schollenberger

Deutsche Weine für Frühlingsgefühle

Seit Mitte der 90er Jahre erfreuen sich Frühlingsweine einer wachsenden Beliebtheit. Diese sind natürlich nicht weinrechtlich definiert. Meist handelt es sich bei den Frühlingsweinen um leichte und frische Weißweine und Roséweine mit einer gewissen Eleganz und der Kombinierbarkeit mit leichter saisonaler Küche wie Spargel, Salaten, Gemüse, Fisch und leichten Fleischgerichten.

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Viele Weintrinker erwarten vom Frühling aus der Flasche etwas belebendes und anregendes. Hier haben die deutschen Weingärten einiges zu bieten und jede Region hat da einige interessante Vertreter im Rebsortenspiegel. Wichtig ist, dass diese Weine wie die schönste Zeit des Jahres nach Frühling schmecken oder zu mindest durch Ihre Frische den Frühling beschwören. Denn in der Regel kommt nach dem Winter die Lust auf Leichtigkeit und Frische. Das spiegelt sich auch in den Temperaturen wieder. Während es auf der Terrasse immer wärmer wird, werden die Weine im Glas immer kühler und leichter. Auch wird mit länger werdenden Tagen eine knackige Säure immer beliebter. Die Mutter aller Frühlingsweine ist der Frühlingsbote aus dem Kaiserstuhl von der WG Oberbergen. Hier im „Burgunderland“ wird ein ganz besonderer Müller-Thurgau gekeltert, der seinem Namen durch Frische, Blütenbukett und Süffigkeit alle Ehre macht. Aber auch ein Weißburgunder aus anderen badischen Weinbergen kann ein guter Tipp sein. Beide Rebsorten machen auch zum Spargel eine gute Figur. Ein bezaubernder Begleiter durch den Frühling kann ein schlanker Silvaner aus Rheinhessen und Franken sein. An der Nahe, der „Probierstube“ Deutschlands, findet man vom Riesling bis zum Spätburgunder als Weißherbst viele spannende Frühlingsweine. Die romantische Bergstraße mit Ihren Winzerdörfern und Burgen und das traditionsreiche Rheingau haben viele interessante knackige Rieslinge für das Frühjahr zu bieten. Etwas verspielter sind die Rieslinge aus dem Moseltal und beweisen mit ihren moderaten Alkoholstärken, dass guter Geschmack nicht vom Alkohol abhängig ist. Wahre Spassmacher für den Lenz sind zurückhaltend und trocken ausgebaute Bukettrebsorten wie Muskateller oder Scheurebe aus pfälzer Rebanlagen. Im Norden bietet das Ahrtal als kleines und feines Rotweingebiet mit tollen Spätburgunder Weißherbsten auch etwas für die Frühlingsmonate und die saisonale Küche. Klein und fein ist auch die Hessische Bergstraße. Aus den Weinbergen am westlichen Rand des Odenwaldes kommen interessante Sauvignon Blancs und Rivaner als Begleiter zur Frühlingsküche von neuen Kartoffeln & Co. Dass im Osten nicht nur die Sonne aufgeht und es hier interessante Weine gibt, hat sich ja schon herumgesprochen. Hier findet der Weinliebhaber für den Frühling frischen trocknen Bacchus und filigranen trocknen Traminer von Saale und Unstrut. Oder auch mit dem Goldriesling einen lebendigen Sachsen aus dem Elbtal. Aus dieser Region stammt auch eine zarte Roséspezialität wie der Schieler. Dieser hat im Alemannischen seine Entsprechung mit dem Badisch Rotgold in Baden und dem Schillerwein im Württembergischen.

Die gegenwärtige Situation lässt ein Genießen mit Freunden oder in der Gastronomie leider nicht zu. Jedoch, der Weinhändler Ihres Vertrauens hält in seinem Geschäft zum Abholen einige Frühlingsweine bereit, liefert aber gerne auch zu Ihnen nach Hause. Außerdem unterstützen Sie mit jeder Flasche Winzer und Händler in der Coronakrise und leisten einen solidarischen Beitrag für einen bunten und regionalen Einzelhandel. Und mal ehrlich, dass Wein hilft, wussten wir doch schon immer. Prost und bleiben Sie gesund!

Frank Schollenberger

King of Tara – Irish Single Malt Whiskey

Dass Irish Whiskey etwas ganz Besonderes ist, ist klar. Und deshalb hat sich die Weinhandlung Schollenberger diesem auf besonders liebevolle Weise angenommen und hat daher aktuell über 70 Qualitäten von der grünen Insel in ihrem Programm. Darüber hinaus schlummern im Lager, hier in Mecklenburg, einige ganz besondere Fässer mit dem flüssigen Gold Irlands.
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Ein Whiskey mit einem ganz besonderem Bezug zur Geschichte Irlands sind die Abfüllungen unter dem Namen „King of Tara“. Der King of Tara Irish Single Malt Whiskey Port Cask Finish verbringt mehrere Monate in kleinen zurückgebauten Portweinfässern in mecklenburgischer Atmosphäre und wird so zu einem weinigen Gaumenschmeichler mit einer betörenden roten Farbe. Hierzu werden vom Küfer Pipas aus Portugal zu kleinen 30 oder 50 Liter fassenden Fässern in Handarbeit zurückgebaut. Die Pipa ist ein an den Enden kegelförmiger Fasstyp mit einem Fassungsvermögen von 534 bis 575 Litern. Diese Fässer werden in Portugal im Durotal traditionell zum Transport und zur Reifung von Portwein verwendet.
Der Single Malt, welcher durch die Reifung in Mecklenburg veredelt wird, stammt aus dem Süden der Republik Irland. Irischer Whiskey hat eine lange Geschichte und die Iren behaupten im Streit mit den Schotten selbstbewusst, dass sie das Wasser des Lebens erfunden haben. Anfang des 19. Jahrhunderts stand der irische Whiskey in einer ähnlich stolzen Blüte wie der Vetter aus Schottland und es gab nicht weniger Brennereien als bei den Nachbarn. In der Regel wurde die Gerste für den irischen Whiskey nicht über Torffeuer gedarrt. Wobei das kein Dogma war und ist.
In Irland muss ein Getreidedestillat mindestens 3 Jahre und einen Tag im Fass reifen, um sich Whiskey nennen zu dürfen. Er kann zweifach oder dreifach destilliert sein. Ebenso wie in Schottland gibt es in Irland Blended- und Maltwhiskeys.
Eine Eigenart des irischen Whiskeys ist der so genannte Irish Pot Still Malt. Dieser wird aus gemälzter und ungemälzter Gerste hergestellt. Ein Großteil des Whiskeys in Irland wird heute als Blend vermarktet, wobei der Anteil von Single Malt an der verkauften Gesamtmenge in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.
Auf der grünen Insel findet im Moment eine wahre Whiskeyrevolution statt. So wurden in den letzen 15 Jahren, nach einer langen Zeit der Stagnation, 30 Brennlizenzen vergeben. Und wir dürfen uns auf weitere spannende Brennereien und Produkte freuen.
Der Single Malt Whiskey, welcher im schollenbergerschen Lager in den kleinen Postweinfässern reift, wird mit 41% Alkohol in einer individuellen Flasche abgefüllt, die an einen Bergkegel erinnert.
Namenspatron für die Marke ist der König von Tara. Tara war der legendäre Sitz von sagenumwobenen irischen Hochkönigen und ist einer der meistverehrten Orte in Irland. Schon im 3. Jahrhundert n. Ch. soll hier König Cormac mac Airt ans Licht der Geschichte getreten sein. Aus dem religiös verehrten frühgeschichtlichen Clansitz entwickelte sich ein Krönungsort und Königssitz, deren Besitzer, die südlichen O’Neil, den Anspruch auf die Würde eines Hochkönigs von Irland erhoben. Die ältesten archäologischen Funde beim Hügel von Tara können auf ca. 2700 v. Ch. datiert werden. Heute und auch in der Vergangenheit war Tara ein wichtiges Symbol für irische Identität und Einheit.
Im Südstaaten-Epos „Vom Winde verweht“ trägt die Plantage der irischstämmigen Familie O’Hara in Erinnerung an die alte Heimat den Namen Tara. Der Single Malt King of Tara in der auffälligen Flasche ist eine Reminiszenz an die Seele Irlands.

Tasting Notes
King of Tara Irish Single Malt Whiskey Port Cask Finish
In der Nase zeigen sich süße Getreidenoten mit Anspielungen von roten Früchten und Anklängen von Kirsche. Die Farbe des Whiskeys präsentiert sich in einem weinigen Rot mit rotgoldenen Reflexen. Am Gaumen weich, samtig und rotfruchtig mit einer schmeichelhaften Holznote, die von einem Kräuterton und einer Idee von süßem Lakritz begleitet wird. Auch die Noten von Kirschen setzen sich fort. Angenehmes fruchtiges Mundgefühl mit gut eingebundenem Alkohol , edlen Holzanklängen und weichem Tannin. Eine schöne Anspielung von Vanille und holzigen Gewürzen korrespondiert lebhaft mit der Frucht von Pflaumen und Kirschen. Erinnerungen an Omas Pudding mit Pflaumenkompot werden wach. Im Nachhall angenehm, weich und beständig mit der Aufforderung nach mehr.

Frank Schollenberger

Liebe Kunden …

… und Freunde des guten Geschmacks,

wir möchten uns zuerst bei Ihnen für Ihren Zuspruch, die aufmunternden Worte und die solidarischen Käufe von Gutscheinen herzlich bedanken.

Aus gegebenen Anlass möchten wir aber auch darauf hinweisen, dass die Filialen der Weinhandlung F. Schollenberger, als Einzelhandelsgeschäfte, geöffnet haben. Wir haben die Lage im Kollektiv besprochen und gemeinsam entschieden, regulär zu öffnen, um mit Abstand für Sie da zu sein. Wir sind uns der gegenwärtigen Situation natürlich bewusst und haben Maßnahmen zum Schutz unserer Kunden und Kollegen getroffen. Wir möchten Sie daher bitten, unsere Geschäfte nur einzeln zu beteten und Ihren Aufenthalt auf den Einkauf zu beschränken. Unsere Geschäfte in Bad Doberan und Rostock haben zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Neben einer Auswahl von deutschen und internationalen Weinen finden Sie bei uns ein umfangreiches Sortiment an Rum, Whisk(e)y, Gin, und weiteren Spirituosen. Darüber hinaus führen wir Süßwaren, internationale Feinkost, regionale Lebensmittel, Fleisch von Pistol Prime und hochwertige Konserven. Außerdem finden Sie bei uns Zigarren, Geschenke und Gutscheine. Die Gutscheine können wir gerne mit der Post versenden, auch gleich an den zu Beschenkenden. Auch hochwertige Säfte, Limonaden, Mineralwasser und Bier gibt es bei Schollenberger.

Sollten Sie uns nicht besuchen können, so beraten wir Sie auch gerne telefonisch und verweisen auf unseren kontaktlosen Lieferservice im Raum Rostock und Bad Doberan. Hier liefern wir ab 12 Flaschen oder einem Warenwert von 77,00 € frei Haus. Bei kleineren Mengen können wir durchaus auch mal eine Ausnahme machen, so es die Tourenplanung zulässt.

Mit unserem Flaschen-Drive-In Service können wir Ihnen etwas besonderes anbieten. Unsere Geschäfte sind mit dem Auto sehr gut zu erreichen und Sie können Ware abholen, ohne auszusteigen. Sie rufen im jeweiligen Laden an und lassen sich beraten, wir stellen die bestellte Ware dann für Sie zusammen, Sie bezahlen vorab zum Beispiel mit Blitzüberweisung und fahren mit dem KfZ vor den Laden. Dann klingeln Sie kurz durch und die Kollegen packen Ihnen Ihre Ware kontaktlos ins Auto.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne.

Wir halten durch, bleiben Sie gesund!

Ihr Schollenberger-Kollektiv

Clonakilty Distillery – Whiskey von den Klippen im Süden

Die neue Brennerei wurde Anfang März 2019 von der Familie Scully im kleinen Küstenstädtchen Clonakilty im County Cork in Betrieb genommen. Gelegen an der Touristenroute N71 von Cork City über Skibbereen und Kenmare nach Killarney im Country Kerry gehört der Ort mit seiner lebendigen Musikszene verbrieft zu den lebenswertesten Orten der Welt.

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Im Jahr 2000 war Clonakilty der Gesamtsieger und irischer Gewinner der Goldmedaille in der Kategorie Villages (für Orte bis zu 10.000 Bewohner) im europäischen Wettbewerb „Etente Florale Europe“, 2001 gewann Clonakilty beim LivCom-Award den Titel „Lebenswerteste Stadt der Welt für Orte bis 20.000 Einwohner“ und errang 2006 im selben Wettbewerb eine Silbermedaille. Im November 2016 wurde Clonakilty zur besten Stadt in Großbritannien und Irland bei den Urbanism Awards 2017 gewählt. Dem 4.500 Einwohner zählenden Ort wurde 2003 als erster irischer Stadt der Status „Fairtrade Town“ (Stadt des fairen Handels) verliehen.
Die Familie Scully baut nunmehr seit 8 Generationen zu Füssen des malerisch gelegenen Galley-Head-Leuchtturms Gerste an. Besonders begünstigt wird der Anbau von Gerste hier an der Atlantikküste durch das fast mediterrane Klima. Die Gerste besitzt dadurch eine ganz besondere Qualität und Aroma und eignet sich sehr gut zur Herstellung von Whiskey. Die Gerstenfelder für den Whiskey der Familie Scully liegen direkt am Meer auf dem Weg zum Gally-Head-Leuchtturm. Ein besonderes Feld befindet sich vom Meer umspühlt zwischen zwei Klippen. Hier hat die salzige Luft besonders viel Einfluss auf die Gerste.
Über Besuch in der Brennerei freut sich die Inhaberfamilie und führt mehrmals täglich Führungen in der Brennerei durch. Eine imposante Besonderheit der Brennerei ist die große Glasfront, in der die drei Pot Stills platziert sind. Auf diesen Pot Stills wird Single Malt und Single Pot Still produziert. Direkt daneben wurde die Gin Still platziert, auf dieser wird der Mink Gin produziert. Am Ende jeder Tour können die Brände aus der Destille in der eigenen Bar probiert werden.
Das Wahrzeichen der Destillerie ist die Walflosse der Minke Wale, die sich im Atlantik tummeln. Nach denen wurde auch der Gin benannt. Eine weitere Besonderheit der Destillerie ist das Lagerhaus.
Da die Familie Scully über Land rund um den Gally-Head-Leuchtturm und die dazugehörigen Klippen verfügt, konnten sie sich auch einen besonderen Standort für ihr Lagerhaus an der Küste aussuchen. Das Lagerhaus wurde direkt auf einer Klippe erbaut. Vom Lagerhaus aus kann man daher direkt auf das Meer blicken und die Fässer atmen die salzige Luft der Küste. Hier dürfen wir gespannt sein, wie sich dies auf die Fässer und den Whiskey auswirkt. Bis der erste eigene Whiskey abgefüllt werden darf, gibt es aus der Clonakilty Distillery unabhängige Abfüllungen. Hier konzentriert man sich auf verschiedene Finishes.

Clonakilty Virgin Oak Cask Finish, Blended Whiskey
Der Whiskey wurde geblendet aus 7 bis 10 Jahre alten im Bourbonfass gereiften Single Malt und Single Grain Whiskey. Nach dem Blenden wurde der Whiskey in die Virgin Oak Casks gegeben, um ihm ein ausgezeichnetes Finish zu verleihen. Durch das Finish erhält der Whiskey nochmals mehr Komplexität und einen tollen Geschmack. Der Whiskey wird in kleinen Chargen geblendet und gefinisht, so dass immer eine hervorragende Qualität sicher gestellt ist.

Clonakilty Single Grain Bordeaux Finish, Blended Whiskey
Ein 8 Jahre alter Single Grain Whiskey, der eine Nachreifung in einem Bordeaux Cask, in dem Lagerhaus an den Klippen, durchmachte. Durch das Finish erhält der Whiskey nochmals mehr Komplexität und einen tollen Geschmack. Der Whiskey wird in kleinen Chargen gefinisht und abgefüllt, so dass immer eine hervorragende Qualität sicher gestellt ist.

Clonakilty Port Cask Finish, Blended Whiskey
Der Whiskey wurde geblendet aus 7-10 Jahre alten im Bourbonfass gereiften Single Malt und Single Grain Whiskeys. Nach dem Blenden, wurde der Whiskey in das Port Wine Cask gegeben, um ihm ein ausgezeichnetes Finish zu verleihen. Im Glas besticht der Whiskey durch seine tolle Farbe. Das Portweinfass hat ihm einen tollen Rotton verliehen. Das aktuelle Bottling besteht aus nur 3 Fässern und ergab 1.000 Flaschen und ist daher streng limitiert.

Minke Irish Gin
Inspiriert von den Minke Walen, majestätischen Kreaturen, die an der Atlantikküste beheimatet sind. Genau diese Atlantikküste ist auch das zu Hause des einzigartigen Botanicals, das Minke Gin sein einzigartiges Geschmacksprofil verleiht. Rock Samphire, Meerfenchel, wir direkt von der Familie Scully an der Küste von Hand und nur während der Saison geerntet. Es ist aufwendig, doch der Aufwand lohnt sich! Er gibt dem Gin ein besonderes Aroma und fügt sich wunderbar in die anderen ausgewählten Botanicals. Zitrus, Anissamen und eine Gewisse Leichtigkeit verleihen eine frische, milde und raffinierte Erfrischung. Die Alkoholbasis des Minke Gin ist Molke. Diese wird auf der familieneigenen Farm produziert. Durch die Molke erhält der Gin eine samtige Textur und ein schönes Mundgefühl.

Frank Schollenberger

Die Pfalz – Deutschlands Toskana

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Die Weinbauregion Pfalz liegt im Süden des Landes Rheinland-Pfalz und nimmt 5% des Bundeslandes ein. Weinbau wird in der Region seit der Römerzeit betrieben. Nach Rheinhessen (ca. 260 km) ist die Pfalz mit ca. 230 km die zweitgrößte Weinbauregion in Deutschland. Hier pflegen in 350 Weinbergs-lagen 3.500 Winzer Weinreben. Davon sind über 2.000 Betriebe im Haupterwerb tätig. Die Gilde der Pfälzer Weinerzeuger setzen sich aus etwa 1.520 Weingütern sowie 18 Winzergenossenschaften und 11 Erzeugergemeinschaften zusammen. Dazu kommen noch Betriebe, welche ihre Trauben an Kellereien und Genossenschaften verkaufen. Viele von den kleinen Nebenerwerbswinzern liefern Lesegut an die Genossenschaften ab. Die drei größten sind die WG Deutsches Weintor, die Vier Jahreszeiten Winzer und der Winzerverein Hohe Burg. Hier fand in den letzten Jahren ein Konzentrationsprozess statt und es kam zu Zusammenschlüssen und Übernahmen. Von den Weinbergslagen sind 25 sogenannte Großlagen. Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 11°C und seinem mediterranen Charakter wird die Pfalz von örtlichen Touristikkern auch gern als Toskana Deutschlands bezeichnet. Das Weinbaugebiet besteht aus zwei gleichgroßen Bereichen. Hier an der Südlichen Weinstraße und an der Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße gibt es 144 Weinbauortschaften. Die 7 wichtigsten Weinbaugemeinden sind Landau, Neustadt, Billigheim-Ingenheim, Bad Dürkheim, Kirrweiler, Edesheim, Deidesheim und Wachenheim. Dominiert wird der pfälzer Rebsortenspiegel von Weißweinen. Mit diesen sind 60% der Rebfläche in der Region belegt. Aktuell sind in der Region 64 Weißweinrebsorten und 62 Rotweinrebsorten für den Qualitätsweinbau zugelassen. Dabei dominiert bei den weißen Rebsorten Riesling gefolgt von Müller-Thurgau und Silvaner. An einigen Standorten haben sich die Bukettrebsorten Gewürztraminer, Morio-Muskat und Scheurebe als Spezialitäten etabliert. Bei den Roten lag traditionell der pflegeleichte Portugieser vorne. Aus dieser Rebsorte werden hier süffige Schoppenweine und Weißherbste erzeugt, die oft zur regionalen Spezialitätenküche gereicht werden. In den Letzten 25 Jahren wurde dem Portugieser aber vom Dornfelder der Rang abgelaufen. Dieser wurde zur Moderebsorte und überzeugte Winzer und Verbraucher als früh reifer und farbintensiver Massenträger mit mediterranem Charakter. Den 3. Platz belegt – durch eine Verbesserung der Qualitäten in den letzten Jahren – der Spätburgunder. Hier gibt es heute einige interessante Hochkaräter von ambitionierten Winzern. Weitere rote Rebsorten von Bedeutung sind bedingt durch den Klimawandel Cabernet Sauvignon, Regent, Merlot und St. Laurent. Neben dem Scharm einer Weinbauregion mit ihren romantischen Winzerdörfern, hat die Region einiges mehr zu bieten. Hier sind neben einer Vielzahl von Weinfesten, für die der Dürkheimer Wurstmarkt exemplarisch steht, das Riesenfass von Bad Dürkheim, der Herrenhof des Malteserordens in Neustadt-Mußbach, das historische Museum der Pfalz in Speyer und der Pfälzer Wald gennant. Ein Besuch in der Pfalz lohnt sich daher nicht nur in Sachen Wein. Wobei es den guten Wein aus der Pfalz natürlich auch beim örtlichen Weinhändler des Vertrauens gibt.

Frank Schollenberger
Sommelier