Geschenkideen für den perfekten Genuss 2

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Die deutsche Cigarrenwelt vibriert förmlich, seit die Firma Kleinlagel im September diesen Jahres die Cigarren von Angela und James Brown auf den Markt gebracht hat.
Zwei Linien mit jeweils verschiedenen Marken stehen zur Auswahl. Zunächst widmen wir uns den Cigarren der „Black Label Trading Company“.

Last Rites: Der Name sagt schon alles – die letzte Ölung. Die rohe, ungestüme Kraft der Cigarre läßt sich aber sehr gut mit einem Port abfedern, sodass am Ende alle ganz versöhnlich auseinandergehen. Unsere Empfehlung dazu: Churchills Vintage Port.

Salvation: Sehr interessanter Blend, weniger Kraft, dafür mehr Aroma. Das Geschmacksbild ist auch für erfahrene Aficionados so ungewöhnlich, dass man auch beim Begleitgetränk neue Wege gehen darf und sollte. Unser Blücher Gin Vive La France bildet die perfekte Ergänzung – natürlich pur und ungekühlt. Bei dieser Kombination erlebt niemand sein persönliches Waterloo.

Royalty: Hier wurden Kraft, Aroma und Geschmack super ausbalanciert. Das ruft natürlich nach einem Ausnahmegetränk, als Begleiter. Der vorgeschlagene Rum, Worthy Park Single Estate Reserve, wird dem mehr als gerecht. Cigarre und Rum sind jeweils für sich genommen sensationell, in der Kombination eine Sensation.

Lawless: Irgendwie noch abgefahrener als die Salvation, wer Experimente mag und unserer Empfehlung folgt, begibt sich auf absolut neues Terrain. Mezcal sollte man langsam eh auf dem Schirm haben – hier kommt Crema de Mezcal! Del Maguey, Mezcal mit Agaven Sirup. Würde die Cigarre nicht schon Lawless heißen – die Kombination verdient den Namen allemal.

Geschenkideen für den perfekten Genuss 1

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Die älteste Cigarrenmarke aus Nicaragua „Joya de Nicaragua“ hat uns dieses Jahr mit einigen Neuheiten beehrt. Hervorheben wollen wir vor allem die „Numero Uno“, die bisher nur für Staatsgäste reserviert war und nun für den allgemeinen Verkauf freigegeben wurde. Wenige Kisten kamen nach Deutschland – wir haben uns natürlich für unsere Kunden entsprechend bevorratet.
Die Cigarre ist in der Tat für jedermann geeignet. Leicht bis mittelkräftig gefällt sie durch ihre weichen, aber würzigen Aromen und ist ein Allrounder, was das Begleitgetränk angeht.

Rum: Da passt einfach alles, waRum nicht z.B. bei dieser Gelegenheit das Rhum JM Probierset testen? Wer Spaß hat, neues zu entdecken, macht hier nichts falsch.

Whisky: Wer es gern weich, aber mit Charakter mag, greift zielsicher zu unserem Fairy Flag. Ohne Rauch und Torf geht es nicht? Kein Problem, der Sanaig von Kilchoman erfüllt hier alle Wünsche.

Port: Auch hier gilt, alles ist erlaubt UND gewollt, ob leicht und fruchtig, oder schwer und süffige Süße, die Cigarre genießt die Geschmeidigkeit des roten Port, da haben sich echt zwei Freunde gefunden.

Cognac: Die vergessene Königsklasse, der Cognac zur Cigarre! Unsere Empfehlung ist der 10 Generations von Ferrand. Eine unglaubliche Kombination, die man lange in Erinnerung behalten wird.

Wiederentdeckt und bewahrt – Historische deutsche Rebsorten

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Auch ausgewiesenen Weinkennern sind Rebsorten wie Günfränkisch, Grüner Adelfränkisch, Blauer Muskateller, Weißer Räuschling. Heunisch, Gelber Kleinberger, Fränkischer Burgunder, Hartblau, Süßschwarz und der Schwarzurban kein Begriff. Und doch handelt es sich hier um einige sehr traditionsreiche Rebsorten, die noch im 19. Jahrhundert in vielen deutschen Weinbergen zu Hause waren. Zwei Weltkriege, Reblausplage, Flurbereinigungen, Trends, politische und gesellschaftliche Wirren haben dazu geführt, dass eine ehemals über 400 Rebsorten umfassende Vielfalt in unseren Weinbergen mutmaßlich verloren gegangen ist. In den letzten Jahrzehnten haben sich deutsche Winzer in der Regel mit ca. 30 Hauptrebsorten im Anbau begnügt. Heute sind etwas über einhundert Rebsorten in Deutschland für den Weinbau zugelassen. Zieht man Neuzüchtungen des 19. und 20. Jahrhunderts und Importe ab, bleiben nicht mehr viele historische Rebsorten in deutschen Weinbergen übrig. Mit dem Vergessen dieser Vielalt wären uns fast einige Kulturgüter und eine große genetische Vielfalt in unseren Weinbergen verloren gegangen. Es ist ein großes Glück, dass sich einige Enthusiasten dem Thema der historischen Rebsorten angenommen haben und mit großem Fleiß viele dieser Rebsorten dem Vergessen entreißen konnten. Einer dieser unermüdlichen ist Andreas Jung, der als Ampelographen (Rebsortenforscher) Licht ins Dunkel brachte und in alten Weinbergen, verwilderten Reblagen oder an Häuserwenden über 100 ausgestorbene Sorten wiederfand, diese bestimmte und für eine Vermehrung sorgte. Diese Traditionsrebsorten hätte es eigentlich nicht mehr geben dürfen, denn oft waren ihre Namen als Synonyme für andere Rebsorten in den Sortenkatalogen geführt. Das sorgte natürlich für weitere Verwirrung bei der Bestimmung von alten Rebstöcken. Es ist daher eine große Leistung, die hier vollbracht wurde und aktuell mit dem Anlegen eines natürlichen Rebsortenarchivs fortgesetzt wird. Wir haben nun die große Chance, alte Rebsorten, die wiederentdeckt wurden, auch zu schmecken, denn einige Winzer nehmen sich der historischen Rebsorten an und pflegen diese teils noch im Versuchsanbau in ihren Weingärten. Es sind große Schätze, die es zu entdecken gilt und die bis heute oft nicht rebsortenrein zu probieren waren, denn die Weine wurden in der Vergangenheit oft im gemischten Satz ausgebaut. So kann man einige erst heute solo probieren. Es ist eine spannende Entdeckungsreise, diese Weine als flüssige Geschichte zu trinken und dadurch diese Ursorten zu bewahren und neue Perspektiven im deutschen Weinbau zu ermöglichen. So können einige dieser Ursorten eine interessante Antwort auf die Herausforderungen von Klimawandel und Extremwettererscheinungen sein. Wir von der Weinhandlung F. Schollenberger sind schon etwas stolz, unseren Kunden nun diese flüssige Geschichte anbieten zu können. Sie erhalten historische Rebsorten in unseren Geschäften in Rostock und Bad Doberan in Flaschen.

Frank Schollenberger
Sommelier

Feinstes Fleisch von Pistol Prime BBQ

pistol-fridge-webAb sofort in unserer Filiale im Barnstorfer Weg erhältlich – Klassische Cuts, hochwertiges Dry Aged Beef oder aber auch High End Fleisch wie Wagyu aus Japan sind vorrätig. Natürlich kann aber auch alles andere aus dem Programm von Pistol Prime Barbecue bei uns bestellt und gekauft werden – einfach die Kollegen im Barnstorfer Weg ansprechen. Passend dazu  haben wir auch grandioses Steak-Besteck von Böker (Solingen) im Angebot. Guten Appetit!

Hier ein paar Rezeptideen mit den passenden Weinen …

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Peter Siemens macht Kariere in Spanien

Es ist schon beeindruckend was da aus dem Hause Ximénez Spinola als Brandy im Glas landet.
Bei Ximénez Spinola hat man im Gegensatz zu vielen großen Kollegen den Produktionsprozess von der Traube bis zum fertigen Brand in der eigenen Hand. In den Weingärten des 16 Hektar großen Weingutes gedeihen die besonders wertvollen Pedro Ximenez Trauben.

Eine Rebsorte, die sich im Tornister eines deutschen Söldners vor 400 Jahren auf den Weg von Deutschland nach Spanien gemacht hat und am Rhein als Riesling bekannt ist. Hier auf den weißen Böden Andalusiens machte „Peter Siemens“ (Pedro Ximenez) Kariere und bringt ganz besondere Qualitäten hervor, die die Herzen der Sherry-Produzenten höher schlagen lassen und zum vesten gehören, was die Region hervorbringt. Die Basis, welche in den Weingärten der Familie entsteht, ist der Old Harvest Pedro Ximénez – ein Oloroso aus Pedro-Ximénez-Trauben und nicht wie oft üblich aus Palomino Fino. Nach der Ernte werden die Trauben für drei Tage getrocknet und anschließend auf die Fässer der Solera zur Gärung und Reifung verteilt.
Diese Solera besteht bereits seit 1964 und ist etwas ganz besonderes. Es gibt keine andere Solera, in der ausschließlich Pedro Ximénez oxidativ ausgebaut wird. Für den Very Old Pedro Ximénez Sherry des Hauses, werden die handgelesenen Trauben auf Strohmatten ausgebreitet um dann einundzwanzig Tage zu trocknen. Die entstandenen Rosinen haben nur noch 30% ihres ursprünglichen Gewichtes und so einen sehr hohen Zuckergehalt.
Die Farbe wechselte bei der Trocknung vom weißgelb des Rieslings zu rotbraun. Der Most dieser Trauben wird in eine von der Familie Spínola 1918 angelegte Solera gegeben. In den Fässern aus amerikanischer Eiche reift der Wein nun mindestens 15 Jahre und wird zu einem grandiosen Sherry, der in Farbe und Konsistenz an Rübensirup erinnert.
Das volle Aroma von getrockneter Dattel, Feige, Aprikose, karmelllisierten Kaffe, Melasse, Zuckerrübe und Lakritz verschmilzt bei diesem betörend dunklen Wein mit den würzigen Noten des in Würde gealterten Holzes. Am Gaumen ist er samtig, weich und himmlisch süß, gefolgt von einer sanften, zarten Bitternote. Ein Monument von einem Wein, der niemand unbeeindruckt zurück lässt.
Neben den großenWeinen stellt Ximenez Spinola auch ganz besondere Brandys her. Die Basis bildet hvier die Very Old Pedro Ximénez Trockenbeerenauslese. Am Ende entstehen beeindruckende Produkte wie der Brandy und der Liquor de Brandy.
Es ist schon etwas verrückt, dass man auf die Idee kommt, ein Produkt wie den Very Old Pedro Ximenez zu destillieren. Aber was die Familie mit ihrem Qualitätsanspruch daraus erschafft, lässt keinen Genießer kalt. Nur der mittlere Teil des Destillates, das „Herzstück“, welches die wertvollen Aromen trägt, wird verwendet, um für weitere 12 Jahre in Kastanienfässern zu reifen.
Diese Fässer sind etwas besonderes. Denn vor 1939 war Kastanienholz das hauptsächlich verwendete Material für Fässer in Spanien. Im Zuge des spanischen Bürgerkrieges wurden die Kastanienbestände jedoch vollständig vernichtet. Danach verwendeten die spanischen Küfer und Winzer amerikanische Eiche für ihre Fässer. Die seltenen Kastanienfässer bei Spinola sind also bereits über 75 Jahre alt.
Alle drei Jahre wird der fertige Very Old Pedro Ximénez für einige Wochen in diesen Fässern gelagert. In dieser Zeit gibt der Sherry Aromen und einen Teil seines Zuckergehaltes an das jeweilige Fass ab. Das Destillat (Brandy), das danach wieder in dem Fass reift, nimmt auf diese Weise die Aromen und den Zucker des Sherrys auf. Dieser Prozess wird in den 12 Jahren vier Mal durchgeführt, so entstehen der hohe Zuckergehalt und die beachtliche Aromatik des Brandy Criadera 10.000 botellas D.O. von getrockneten Aprikosen, Datteln und nussigen Anspielungen mit edler Röstaromatik.
Im Glas zeigt er sich weich, dicht, gehaltvoll und einladend mit viel Charme und einem langen Nachklang. Für den Tres Mill Botellas wird der Liquor de Brandy für weitere 12 Jahre in Barriques aus amerikanischer Eiche zur Reifung gefüllt. Ein weiteres Jahr gönnt man dem Destillat zur Harmonisierung. Als fertiges Produkt ist der Tres Mill Botellas damit mindestens 40 Jahre alt!
Bei den Single Barrel-Qualitäten handelt es sich um ganz besondere Fässer, die sich sehr gut entwickelt haben. Diese werden dann als limitierte Einzelfass-Abfüllungen auf den Markt gebracht.
Als Fälschungsschutz tragen alle Brandys des Hauses die Originalunterschrift des Kellermeisters. Dieser nimmt den Tennisarm gerne in Kauf, denn hier gilt auf ganz besondere Weise: „Meine Hand für mein Produkt“.

Frank Schollenberger
Sommelier

Black Tot Day am 31. Juli 1970

Die Rumtradition der Royal Navy begann 1655 mit der Eroberung Jamaikas durch die Engländer. Oliver Cromwell hatte Robert Venables und Admiral William Penn sen. mit einer Streitmacht in die Karibik geschickt, um gegen die Spanier zu kämpfen und hier Stützpunkte zu erobern.

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Auf Jamaika wurde erstmals an britische Seeleute Rum als Teil der täglichen Ration ausgegeben. Bis dahin waren feindliche spanische Weine und Brandy aus Frankreich Teil der Verpflegung. Diese hatten sich bei langen Seereisen als Ersatz für Wasser und Bier, welche schnell verdarben, erwiesen. In der Karibik war die Beschaffung von Wein und Brandy aber schwierig und man brauchte eine Alternative. Hier rückte der Rum ins Blickfeld, der auf der 1625 von den Portugiesen erworbenen Insel Barbados von den Britten hergestellt wurde. Im Jahre 1655 wurden auf Barbados ca. 4 Millionen Liter Rum erzeugt, die fast ausschließlich auf der Insel und in benachbarten Kolonien konsumiert wurden. Im Jahre 1668 gingen nur mickrige 1.000 Liter Rum als Exportgut in das Mutterland. Die Qualitäten des karibischen Rums waren damals auch nicht so gut, dass sie eine größere Nachfrage auf den britischen Inseln erzeugt hätten.
Aber um die Seeleute der Marine zu versorgen, reichten die Qualitäten aus. Außerdem war der Rum in Fässern auf den Schiffen haltbar. Auf den Reisen stellte sich dann heraus, dass sich die Qualität des Rum im Laufe der Zeit mit der Lagerung in den Fässern verbesserte. Außerdem erkannten die Plantagenbesitzer der britischen Kolonien den neuen Absatzkanal und machten sich für die Verwendung des karibischen Rums auf den Schiffen in der Karibik stark und sorgten dafür, dass der teure Brandy und Wein nicht mehr an die Mannschaften ausgegeben wurden. Im Jahre 1731 war Rum dann ganz offiziell Teil der Bordverpflegung. Aus dieser Zeit stammt wohl auch die Bezeichnung Over Proof., was so viel wie Probe oder Nachweis bedeutet. Die Seeleute prüften den Alkoholgehalt des ihnen zustehenden Rums mit Hilfe von Schießpulver, indem Sie das Schießpulver mit dem von den Offizieren ausgegebenen Rum tränkten. Wenn das befeuchtete Schießpulver zündetet und mit blauer Flamme brannte, war es Over Proof und hatte einen Alkoholgehalt um 57 Prozent. So konnten sich die Seeleute vor dem absichtlichen Panschen des Rums schützen, denn das so ergaunerte Geld wanderte in die Kassen der Offiziere. Noch heute wird Proof in den USA (50%) und in Großbritannischen (57%) als Maßeinheit für den Alkoholgehalt verwendet.

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1916: Britische Marineangehörige erhalten ihre tägliche Rumration

Ab 1779 wurde vom Versorgungsamt der Royal Navy auf allen Schiffen, in allen Operationsgebieten ausschließlich Rum an die Mannschaften der Marine ausgegeben. Seit 1731 hatten die britischen Seeleute in der Karibik Anspruch auf ein halbes Pint (1/4 Liter) Rum.
Während des „War of Jenkin‘s Ear“ gegen Spanien kommandierte Admiral Edward Vernon das britische Geschwader in der Karibik. Dieses war in Port Royal stationiert. Hier erteilte er diesem am 21. August 1740 den Befehl, den in den Heuerverträgen zugesicherten Rum nur noch verdünnt auszugeben. Vernon war der Ansicht, dass die zugeteilte Menge Rum Disziplinlosigkeit und Alkoholismus befördert. Durch die Verdünnung von 1:4 sollten die Seeleute gezwungen werden, nicht alles auf einmal zu trinken. Der Spitzname des Admirals bei seinen Mannschaften, „Old Grog“, soll Namenspatron von dem auch in Norddeutschland populären Grog als Mischung von Wasser und Rum gewesen sein.
1756 wurde die tägliche Ausgabe von mit Wasser gestrecktem Rum an die Seemannschaften in dem britischen „Naval Code“ festgelegt. 1824 wurde diese Menge Rum in der Marine auch durch die starke Abstinenzlehrbewegung auf die Hälfe reduziert. Als Ausgleich wurden die Tabak-, Tee- und Fleischrationen erhöht. Ab 1848 konnten sich die Besatzungsmitglieder alternativ auch für gesüßten Tee entscheiden.
Die Rumration, der sogenannte Tot, wurde dann auf Betreiben der Admiralität immer wieder verkleinert und durch die Zahlung des sogenannten „Grog Money“ an die Seeleute eine Möglichkeit geschaffen, ganz auf den Rum zu verzichten. Nun gab es nur noch einmal am Tag Rum für die Mannschaften und Offiziere. Diese Ration bestand aus 71 Milliliter 54-prozentigen Rums.
Nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1918 wurde die Rumausgabe an Offiziere abgeschafft. Da der Dienst auf den Schiffen seiner Majestät immer anspruchsvoller wurde, nahmen 1950 nur noch ca. 33 Prozent der in der Navy Dienenden die Rumration in Anspruch. Außerdem war das Autofahren unter Alkoholeinfluss verboten, in der Marine hingegen wurden moderne und komplexe Waffensysteme unter dem Einfluss von Alkohol bedient.
Es dauerte aber noch bis zum Dezember 1969, in dem die Admiralität beschloss, die Rumausgabe an ihre Mannschaften einzustellen. Das Unterhaus des Parlaments in London führte auf Betreiben des Abgeordneten James Wellbeloved am 28. Januar 1970 noch eine Debatte über die Rücknahme dieser Anordnung.
Diese mit viel Humor geführte Debatte ging als Great Rum Debatte in die Geschichte ein.
Im Rahmen der Diskussion wies der Marinestaatssekretär David Owen auf die einzusparende Summe von fast 3 Millionen Pfund hin. Das Unterhaus bestätigte daraufhin die Entscheidung der Admirale. Mit dem eingesparten Geld wurden in der Folge über den Sailor‘s Fund die Freizeitaktivitäten der Marineangehörigen subventioniert.
Über drei Jahrhunderte war der braune Navy Rum in Fässern der Begleiter der Seeleute in der Royal Navy auf allen Meeren. Die Fässer waren zu Ehren des jeweils herrschenden Monarchen mit „Die Königin – Gott segne sie“ oder „Der König Gott – segne ihn“, beschriftet. Mit seinen 57,1 Prozent bot der braune Stimmungsaufheller Stoff für Legenden und Mythen auf allen sieben Meeren.
Der Black Tot Day war dann der 31. Juli 1970, an dem die Seeleute der Royal Navy ein letztes Mal ihre Kupferbecher mit dem ihnen zustehenden Tot Rum füllen konnten. Weltweit trugen die Matrosen auf britischen Kriegsschiffen einen Trauerflor und begingen diesen Tag mit Trauerzeremonien und Salutschüssen.
Bei der Royal Canadian Navy dauerte es noch bis 1972. Hier wurde der „Black Tot Day“ am 31. März zelebriert. In der Royal Australian Navy wurde die Rumausgabe schon 1921 eingestellt, die US Navy hatte dies bereits am 1. September 1862 während des Sezessionskrieges getan. In der Royal New Zealand Navy gab es den Rum für die Seeleute noch bis zum 28. Februar 1990.
Sein Ende im Ausschank bei der Royal Navy war aber nicht das Ende des Navy Rums für Rumliebhaber. Im Jahre 1979 erhielt der Destillateur Charles Tobias das Rezept des Rums, der die Grogwannen auf britischen Schiffen füllte, von der Admiralität und begann, die Mischung aus fünf westindischen Rums als Navy Rum zu verkaufen. Tobias nannte seine neue Firma Pusser nach dem Slang-Begriff für einen Schiffsinspektor, der ursprünglich die Rationen an die Seeleute verteilte. Weitere Unternehmungen wie Lambs folgten. Heute gibt es eine Vielzahl von sogenannten Navy Rums, nicht nur mit britischer Historie. Einige dieser Produkte erzählen Geschichten von österreichischen und dänischen Marinerum-Traditionen. Für Rumliebhaber und Sammler gibt es auch heute noch einige Flaschen des Black Tot ‚Last Consignment‘ British Royal Naval Rum (auch in der Weinhandlung Schollenberger zu haben).

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Am 31. Juli 1970 endete eine uralte Tradition in der königlich-britischen Marine: Bei 6 Glasen zur Vormittagswache wurde die letzte Rumration an Bord der Schiffe ausgegeben. Ein Tag, der für immer als Black Tot Day in Erinnerung bleibt. Dies sind die letzten Bestände der Marine, die nach nahezu 40 Jahren als „Last Consignment“ abgefülllt wurden. Er ist ein Stück maritimer Geschichte, die im Jahre 1635 begann.

Dieser dunkle, sehr elegante und schwer zu findende Rum stammt aus den letzten Fässern, die für die Navy vor 1970 gefüllt wurden. Dieser alte Rum ist schokoladenbraun, holzig, anisig, stark konzentriert und einfach unglaublich. Eine Flasche kostet heute mehrere Hundert Euro. Aber zum Glück gibt es den passenden Kupferbecher kostenlos dazu.

Frank Schollenberger

(veröffentlicht im 0381-Magazin Juli 2018)

Angelina Schmücker

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Als Ruhrgebietspflanze wurde die junge Angelina von ihren Eltern nach Rheinhessen verpflanzt und wusste nichts vom Wein. Hier angekommen, wurde ihr die rheinische Lebensart schnell zu eigen. Zum guten Essen gab es natürlich immer einen guten Schoppen. Aber von der Idee, Winzerin zu werden war Angelina da noch weit entfernt. Daher absolvierte Sie mit der Idee, ein Studium dranzuhängen, erst einmal eine Lehre als Industriekauffrau. Schon in der Schulzeit arbeitete sie nebenbei auf einem befreundeten Weingut und bekam so eine Idee von ihrem Traumberuf. So war es nur logisch, dass sie mutig eine Winzerlehre dranhängte und danach in Geisenheim Weinbau und Oenologie studierte. Ohne eigenes Weingut kann die Jungwinzerin heute bei einem befreundeten Weingut in Biebelsheim ihren Traum leben und hier im Keller arbeiten und mit großem Vertrauen auch auf die Trauben der Weinberge zurückgreifen. Für diese Zusammenarbeit ist die junge Winzerin sehr dankbar, denn nicht jeder Kellermeister lässt jemanden einfach so in seinem Keller rumwerkeln. Dies spricht in jedem Fall für große Sympathie und Vertrauen. Die Herstellung von Wein ist für Angelina ein Zusammenspiel aus Terroir, Handwerk und Genuss! Terroir ist für Angelina der Boden, der den Wein prägt und das Klima, welches entscheidend für die Entwicklung und die Reife der Trauben ist. „Jeder Weinberg hat sein eigenes Klima. Der erste Grundsatz in meiner Ausbildung zur Winzerin, den ich gelernt habe, war, was der Winzer im Weinberg versäumt, zu wenig oder zu viel macht, kann man im Keller nicht wieder gut machen. Hinter diesem Leitsatz stehe ich! Wein ist ein Naturprodukt und man muss mit der Natur zusammenarbeiten und sie respektieren, denn ohne sie kann selbst der bester Winzer keinen Wein herstellen. Auch wenn Wein für mich ein Naturprodukt ist, ist das Handwerk für den Wein und die Qualität eine ebenso wichtige Eigenschaft. Hat man im Weinberg gute Vorarbeit geleistet, sind für die Kellerarbeit die Weichen gestellt und es geht nur noch ans „Finetuning“. Neue Technologien verbunden mit Tradition, das ist für mich maßgeblich wichtig für das Winzer-Handwerk, nie still stehen und sich immer weiterbilden… Und zum Schluss, das wirklich Wichtige für den Kunden – es muss schmecken! Da bringt einen größtes fachliches Know-how und das komplexe Erklären von Wein mit tausend Fachwörtern auch nicht weiter, wenn der Wein nicht einfach schmecken kann“! Im Moment gibt es aus dem Hause Schmücker vier weiße Weine. „Verschnittche“, ein freches und unkompliziertes Cuvee aus Müller, Silvaner und Sauvignon, das Lust auf mehr macht. Einen sexy Müller-Thugau mit Maischestandzeit und Schönheitsschlaf auf der Hefe mit exotischer Aromatik und gutem Trinkfluss. Einen ausdrucksstarken Grauen Burgunder, der mit Schmelz und Eleganz verzaubert. Sowie einen Amphorenwein aus Müller, der nach dem Pressen zur Gärung in die Amphore gelegt wurde und nun seine Persönlichkeit perfekt zur Geltung bringt und die Handschrift der Winzerin widerspiegelt.

Frank Schollenberger
Sommelier

Die Ahr

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Das Anbaugebiet Ahr gilt mit seinen 560 Hektar Rebfläche als eines der kleinsten in Deutschland. Seit dem Dreißigjährigen Krieg werden an der Ahr vorwiegend rote Sorten kultiviert. Der Name für den 85 Kilometer langen Fluss, welcher auch der Namenspatron für die Weinregion ist, stammt aus keltischer Zeit und leitet sich von „aha“ für Wasser ab. Schon die Römer sollen in dem klimatisch begünstigten Tal, vor der Geburt Christi, Wein gepflanzt haben. Verbrieft ist der Weinbau an der Ahr durch ein Verzeichnis der Benediktiner Abtei in Prüm aus dem Jahre 893. Die Gemeinde Ahrweiler musste später seinem Landesherren, dem Kurfürsten von Köln im 15. Jahrhundert jährlich 30 Fuder Wein liefern. Der Rentmeister des Fürsten suchte sich die 30 besten Fässer persönlich aus. Das war der so genante Kurwein. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden die nun angebauten roten Burgunder wie Weißwein gekeltert. Diese blassrosa Weine waren unter dem Namen „Ahrbleichert“ bekannt. Ab 1794 war die Gegend französisch und wurde nach dem Wiener Kongress dem Königreich Preussen zugeschlagen. In diesen Zeiten gab es gute und schlechte Momente für den Weinbau an der Ahr. In großer Not schlossen sich 18 Weinbauern im Jahre 1868 in Meyschoß zur ersten Winzergenossenschaft der Welt zusammen. Klimatisch profitiert die kleine vom Rotwein dominierte Region von verschiedenen Faktoren. Zum einen ist die wärmende Wirkung des Rheins im Mündungsgebiet der Ahr wichtig. Am Südrand der Kölner Bucht gelegen wir das Klima hier auch noch vom Golfstrom positiv beeinflusst. Außerdem liegt die Region im Regenschatten der Eifel. Dadurch ist der Niederschlag vergleichsweise gering und es gibt mehr Sonnenstunden. 86 % der Rebfläche an der Ahr sind den roten Rebsorten vorbehalten. In der Region sind heute 42 weiße und 22 rote Rebsorten für den Anbau zugelassen. Neben dem König der Rotweine dem Spätburgunder, der auch unter dem Namen Pinot Noir bekannt ist, gewinnt der Frühburgunder immer mehr an Bedeutung und entwickelt sich zur regionalen Spezialität. Es gehört schon einiges dazu, so hoch im Norden anständige Rotweine zu erzeugen. Doch die Winzer schaffen es immer wieder zu überraschen und so können sich die großen Roten von der Ahr heute mit ihren berühmte Brüdern aus dem Burgund messen und machen im Test oft eine gute Figur. Augenzwinkernd sagt mir ein Ahrwinzer mal: „Es ist schon erstaunlich , was wir an der Südgrenze zu Dänemark für Rotweine hinbekommen“. Mit der Qualität hat er allemal recht.

Frank Schollenberger
Sommelier

GINOMANIA oder GIN(voll) geniessen

Wir hatten es im April ja versprochen uns weiter mit dem Dauerbrenner Gin zu beschäftigen und in loser Folge Wissenswertes rund um die Wacholderspirituose aufzuspüren und zu veröffentlichen.

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Das zehnjährige Jubiläum unseres ersten Gintastings für das 0381-Magazin im Januar des Jahres 2008 ist ist nun wirklich Grund genug, diesen Faden aufzunehmen und weiterzuspinnen.
Als das 0381-Gin-Kompetenzteam im damaligen Good Fellas ins Rennen ging, um sich dem Thema Wacholderspirituose zu nähren, war an den großen Gin-Boom in Deutschland noch kaum zu denken. Und Marken wie der 2010 ins Leben gerufene Monkey 47, welcher in Deutschland das Thema Gin maßgeblich beeinflusst hat, noch nicht am Start. Heute verlassen von dem Gin mit dem kleinen lustigen Affen auf dem Etikett täglich 25.000 Flaschen die Abfüllanlage und man kann wohl kaum noch von einer Craft-Distillerie sprechen. Der große Erfolg der Marke führte dann im Jahre 2016 dazu, dass der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard einen Mehrheitsanteil an der deutschen Brennerei Black Forest Distillers, welche die Gin-Marke Monkey 47 herstellt, übernimmt. Aktuell hat der Konzern das Produkt in sein Programm eingeordnet und macht den deutschen Gin global bekannt.
Im Jahre 2008 wurden beim 0381-Tasting einige Flaschen geöffnet, die noch heute die Herzen von Ginliebhabern höher schlagen lassen. Das Teilnehmerfeld bildeten folgende Produkte: Gillbey‘s Spezial, Blackwood‘s Vintage 2006 von den Shetland Inseln, Gordons Gin, Lion Heart Gin, Finsbury London Dry Gin, Plymouth dry Gin, Martin Miller‘s Gin, Tanquerry Gin, Brecon Gin aus Wales, The London Gin und Bombay Sapphire.
Bei diesem Tasting an der Ostsee waren schon alle wichtigen Gin-Gattungen mit an Bord.

London Dry Gin
Bei dieser Bezeichnung handelt es sich um keine Herkunftsbezeichnung. Es ist die Bezeichnung eines Stils, der in London geprägt wurde. Heute gelten für einen London Dry Gin strenge Herstellungsvorschriften. Die Aromen dürfen ausschließlich durch Destillation des pflanzlichen Ausgansmaterials bei einer zweiten Destillation gewonnen werden. Nach der zweiten Destillation darf nur Wasser zum Herabsetzen auf Trinkstärke hinzugegeben werden. Das Färben ist ausdrücklich nicht erlaubt. Der Zuckergehalt darf nicht mehr als 0,1g Zucker je Liter des Fertigerzeugnisses betragen.

Dry Gin
Auch dieser Gin darf nicht mehr als 0,1g Zucker je Liter enthalten. Hier sind die Regeln, welche das Aromatisieren betreffen, nicht so streng wie beim London dry Gin. Beim Dry Gin dürfen die Botanicals zu jedem beliebigen Zeitpunkt zugeführt werden, nicht nur vor der Destillation und auf einmal. Außerdem dürfen hier verschiedene naturidentische Farb- und Aromastoffe zugegeben werden, was beim London Dry Gin streng verboten ist. Gemeinsam ist Dry Gin und London Dry Gin die mindestens doppelte Destillation und das Verbot eines Zuckerzusatzes.

Old Tom Gin
ist die alte ursprüngliche Spielart des Gins. Diese Gattung darf gesüßt werden und bezeichnet daher einen grundsätzlich süßeren Styl. Die Bezeichnung ist nicht geschützt und kann daher beliebig verwendet werden.

Plymouth Gin
Hier ist die Herkunft aus der Marine- und Hafenstadt im Südwesten Englands gesetzlich geschützt. Er ist aber auch gleichzeitig ein Markennahme für den einzigen Vertreter dieser Gattung. Im Gegensatz zum London Dry Gin ist er nicht so stark wacholderlastig und zeichnet sich durch eine zarte fruchtige Süße aus, welche ihm eine vollmundige Anmutung verleiht.

New Westernstyle Gin
Unter dieser nicht offiziell geregelten Bezeichnung finden alle Gins ein Dach, die nicht in die anderen Sparten passen. Oft spielt hier nicht der Wacholder die erste aromatische Geige. Viele neue und exotische Vertreter werden hier eingeordnet.

Ginlikör
Der bekannteste Vertreter ist der Sloe Gin. Hier werden Schlehen und Saft verwendet, um einen gezuckerten Likör herzustellen. Der Alkoholgehalt liegt im Normalfall unter 25%. Beim richtigen Gin ist ein Mindestalkoholgehalt von 37,5% vorgeschrieben.

In Deutschland sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit Sicherheit aktuell weit über 200 alte und neue Ginmarken am Markt aktiv. Hier gilt der Stobbe Gin als älteste Marke. Die Geschichte der Marke reicht bis in das Jahr 1776 zurück. Im Danziger Raum war der Wacholderschnaps unter dem Namen Machandel populär. Im Jahre 2014 kaufte Uta Stobbe nach vielen Irrungen und Wirrungen die Marke für die Familie zurück und lies mit Hilfe der Brennerei Marder aus dem Schwarzwald die Marke wieder aufleben. Der Stobbe Gin überzeugt heute mit kräftigen Wacholdernoten, welche gekonnt mit einem fruchtigen Hauch von schwarzer Johannisbeere und Bergamotte zu einem Gin nach London Dry Art kombiniert wurden.
Auch im Nordosten tut sich etwas und es gibt zwischen Usedom und dem
Schaalsee den einen oder anderen spannenden Wacholderschnaps zu entdecken. Hier haben sich Produkte wie der Müritz Gin, Blücher oder der Oss aus der seit 2010 aktiven Rittmeister Destille in Rostock-Biestow einen Namen bei Ginfreunden gemacht. Dieses Thema werden wir daher sicher in einer der nächsten Ausgaben etwas näher beleuchten.

Frank Schollenberger
Sommelier

 

Bruderherz und Brüderchen

Das Weingut Bicking und Bicking, das sind die Brüder Lukas und Achim die an den Ausläufern des Donnerberges in der Pfalz und dem Hunsrück an der Nahe Wein machen. Sie erzeugen schlanke und fruchtige Weine mit einem Charakter, der vom massiven Kalkstein geprägt wird. Durch alte Fuderfässer von der Mosel erhalten ihre Weine einen feinen Holzton. Seit 2014 führen die Brüder den Betrieb der Familie nunmehr in dritter Generation. Wobei das nicht der Plan der ungleichen Brüder war. Sie rauften sich aber zusammen und jeder bringt seine Stärken und Eigenarten ein, um gemeinsam Wein zu machen.

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Perfekt ergänzen sie sich und schaffen so Weine mit Charakter, die ihre Heimat widerspiegeln.
Dabei arbeiten sie sehr schonend nach dem Leitsatz „Weniger ist mehr“. Eine naturnahe Bewirtschaftung mit möglichst wenigen Eingriffen in den Weinberg beschert den Brüdern nach der selektiven Handlese gesundes Traubenmaterial. Dieses wird dann im Keller sauber und schonend mit einer alten Korbpresse verarbeitet. Die gerne spontan unter Mithilfe der örtlichen Hefen vergorenen Weine werden dann auch behutsam per Schwerkraft geklärt. Um dann nach einer ausgiebigen Ruhe auf der Hefe im großen besagten Holzfass zur Reife zu gelangen. Besonders die Weine vom Gauersheimer Donnerberg sind vom Kalkstein geprägt. Und schon die unkomplizierten und fruchtigen Gutsweine der internen Qualitätspyramide können ihre mineralische Herkunft nicht verleugnen. Diese Weine bereiten beim Trinken großes Vergnügen und machen viel Spaß. Bei den eleganten Ortsweinen des Bruderpaares begeistert die volle Mineralität. Die Spitze mit den Lagenweinen ist expressiv mit Komplexität und einem großen Potential für eine Entwicklung und Reifung. In den Lagen der Bickings – Gauersheimer Goldloch, Albisheimer Heiligenborn, Einselthumer Klosterstück, Stettener Heilgenhäuschen und Zeller Kreuzberg gedeihen Riesling, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Spätburgunder, Portugieser, Sauvignon Blanc und Dornfelder. Diese werden sortenrein oder im Cuvee ausgebaut. Die Cuvees tragen die Namen Bruderherz (rose), Brüderchen (weiß) und R‘n‘B (weiß).

Frank Schollenberger
Sommelier