Harris Gin – der flüssige Botschafter einer Insel

Wacholder, Koriander, Angelikawurzel, Veilchenwurzel, Kubeben Pfeffer, Bitterorangenschale, Süßholzwurzel, Zimt und Zuckertang sind die Aromaten des Harris Gins, der vom The Gentlemans Journal zum besten Gin 2017 gekürt wurde. Besonders der vor Ort in den Unterwasserwäldern vor der Isle of Harris von Tauchern geerntete Zuckertang verleiht dem Gin seine spannende Küstenaromatik.

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Darüberhinaus konnte dieser auf den äußeren Hebriden hergestellte und verankerte Gin in kurzer Zeit viele Preise uns Auszeichnungen einfahren. Alleine 2016 freute man sich auf Harris über zahlreiche Auszeichnungen, darunter: International Spirits Challenge – Bestes neues individuelles Produktdesign und kategorieübergreifender Supreme Champion; Deutscher Verpackungspreis 2016; Dieline Awards – 1. Preis in der Kategorie Spirituosen; Spirits Business Awards – 1. Preis in der Kategorie Spirituosen und Pentawards – Gold Award 2016.

Distillery

Unter dem Namen Herach, was die gälische Bezeichnung für die Inselbewohner von Harris ist, wird hier in Tarbart auch Whisky gebrannt. Dieser reift im Moment noch in den Lagerhäusern der Brennerei. Dieses Wasser des Lebens ist ein Vertreter einer neuen Whiskyregion in Schottland, die äußeren Hebriden. Dieser Whisky ist das Versprechen der Macher an ihre tiefe Verbundenheit mit der Region und ihren Menschen. So ist die Brennerei im Hafen von Loch Tarbert ein Symbol für Jeden, der auf dem Seeweg nach Harris kommt und neben dem weltweit bekannten und geliebten Harris Tweed ein neuer Botschafter dieser Insel vom Ende Europas.

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Bertha’s Revenge Irish Milk Gin, 42% vol.

Bertha’s Revenge Gin, ein Gin, dessen Basisalkohol aus Molke besteht, ist ein Gin aus dem County Cork. Die Idee zu dem Gin wurde in London geboren, als die Gründer Justin und Andrew dort mit dem Master Distiller der Thames Distillery zusammensaßen und er ihnen davon erzählt hat, das Molke eine mögliche Alkoholbasis ist und dies in Irland erfunden wurde. Die beiden fingen an, alles über das Thema Gin zu erlernen und zu destillieren. Am Anfang destillierten sie in kleinen 1-Liter-Chargen, bis sie das endgültige Rezept entwickelt hatten. Am 27. April 2015 mit Batch Nr. 19 war „Bertha“ geboren.

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Als es darum ging, einen Namen für den Gin zu finden, wollten sie einen Namen, der ausdrucksstark ist und zeigt, was sie erreichen wollen. Die Tatsache, dass Ballyvolane eine Milchfarm ist, Alkohol aus Molke für den Gin genutzt wird und ein einzigartiger Charakter gesucht wurde, brachte „Bertha“ hervor. Um ihr Andenken zu ehren, haben wir sie wortwörtlich zurückgebracht.

Aber warum sucht Bertha Rache? Es ist nicht boshaft oder schädlich gemeint, eher im Gegenteil. Ihr Leben im Geist ist voller Freunde und einfach nur Bertha-Zeit.

Bertha’s Revenge Gin wurde aus folgenden Botanicals zusammengestellt: Wacholder, Koriander, Bitterorange, Grapefruit, süße Orange, kindlicher Enthusiasmus, Zitrone, Limette, Süßholz, Iris, Angelika, Lachen, Zimt, Kardamon, Nelken, Kumin, Mandeln, Holdunerblüte und Alexanders geliebter süßer Waldmeister.

Black Tot Day am 31. Juli 1970

Die Rumtradition der Royal Navy begann 1655 mit der Eroberung Jamaikas durch die Engländer. Oliver Cromwell hatte Robert Venables und Admiral William Penn sen. mit einer Streitmacht in die Karibik geschickt, um gegen die Spanier zu kämpfen und hier Stützpunkte zu erobern.

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Auf Jamaika wurde erstmals an britische Seeleute Rum als Teil der täglichen Ration ausgegeben. Bis dahin waren feindliche spanische Weine und Brandy aus Frankreich Teil der Verpflegung. Diese hatten sich bei langen Seereisen als Ersatz für Wasser und Bier, welche schnell verdarben, erwiesen. In der Karibik war die Beschaffung von Wein und Brandy aber schwierig und man brauchte eine Alternative. Hier rückte der Rum ins Blickfeld, der auf der 1625 von den Portugiesen erworbenen Insel Barbados von den Britten hergestellt wurde. Im Jahre 1655 wurden auf Barbados ca. 4 Millionen Liter Rum erzeugt, die fast ausschließlich auf der Insel und in benachbarten Kolonien konsumiert wurden. Im Jahre 1668 gingen nur mickrige 1.000 Liter Rum als Exportgut in das Mutterland. Die Qualitäten des karibischen Rums waren damals auch nicht so gut, dass sie eine größere Nachfrage auf den britischen Inseln erzeugt hätten.
Aber um die Seeleute der Marine zu versorgen, reichten die Qualitäten aus. Außerdem war der Rum in Fässern auf den Schiffen haltbar. Auf den Reisen stellte sich dann heraus, dass sich die Qualität des Rum im Laufe der Zeit mit der Lagerung in den Fässern verbesserte. Außerdem erkannten die Plantagenbesitzer der britischen Kolonien den neuen Absatzkanal und machten sich für die Verwendung des karibischen Rums auf den Schiffen in der Karibik stark und sorgten dafür, dass der teure Brandy und Wein nicht mehr an die Mannschaften ausgegeben wurden. Im Jahre 1731 war Rum dann ganz offiziell Teil der Bordverpflegung. Aus dieser Zeit stammt wohl auch die Bezeichnung Over Proof., was so viel wie Probe oder Nachweis bedeutet. Die Seeleute prüften den Alkoholgehalt des ihnen zustehenden Rums mit Hilfe von Schießpulver, indem Sie das Schießpulver mit dem von den Offizieren ausgegebenen Rum tränkten. Wenn das befeuchtete Schießpulver zündetet und mit blauer Flamme brannte, war es Over Proof und hatte einen Alkoholgehalt um 57 Prozent. So konnten sich die Seeleute vor dem absichtlichen Panschen des Rums schützen, denn das so ergaunerte Geld wanderte in die Kassen der Offiziere. Noch heute wird Proof in den USA (50%) und in Großbritannischen (57%) als Maßeinheit für den Alkoholgehalt verwendet.

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1916: Britische Marineangehörige erhalten ihre tägliche Rumration

Ab 1779 wurde vom Versorgungsamt der Royal Navy auf allen Schiffen, in allen Operationsgebieten ausschließlich Rum an die Mannschaften der Marine ausgegeben. Seit 1731 hatten die britischen Seeleute in der Karibik Anspruch auf ein halbes Pint (1/4 Liter) Rum.
Während des „War of Jenkin‘s Ear“ gegen Spanien kommandierte Admiral Edward Vernon das britische Geschwader in der Karibik. Dieses war in Port Royal stationiert. Hier erteilte er diesem am 21. August 1740 den Befehl, den in den Heuerverträgen zugesicherten Rum nur noch verdünnt auszugeben. Vernon war der Ansicht, dass die zugeteilte Menge Rum Disziplinlosigkeit und Alkoholismus befördert. Durch die Verdünnung von 1:4 sollten die Seeleute gezwungen werden, nicht alles auf einmal zu trinken. Der Spitzname des Admirals bei seinen Mannschaften, „Old Grog“, soll Namenspatron von dem auch in Norddeutschland populären Grog als Mischung von Wasser und Rum gewesen sein.
1756 wurde die tägliche Ausgabe von mit Wasser gestrecktem Rum an die Seemannschaften in dem britischen „Naval Code“ festgelegt. 1824 wurde diese Menge Rum in der Marine auch durch die starke Abstinenzlehrbewegung auf die Hälfe reduziert. Als Ausgleich wurden die Tabak-, Tee- und Fleischrationen erhöht. Ab 1848 konnten sich die Besatzungsmitglieder alternativ auch für gesüßten Tee entscheiden.
Die Rumration, der sogenannte Tot, wurde dann auf Betreiben der Admiralität immer wieder verkleinert und durch die Zahlung des sogenannten „Grog Money“ an die Seeleute eine Möglichkeit geschaffen, ganz auf den Rum zu verzichten. Nun gab es nur noch einmal am Tag Rum für die Mannschaften und Offiziere. Diese Ration bestand aus 71 Milliliter 54-prozentigen Rums.
Nach dem ersten Weltkrieg im Jahre 1918 wurde die Rumausgabe an Offiziere abgeschafft. Da der Dienst auf den Schiffen seiner Majestät immer anspruchsvoller wurde, nahmen 1950 nur noch ca. 33 Prozent der in der Navy Dienenden die Rumration in Anspruch. Außerdem war das Autofahren unter Alkoholeinfluss verboten, in der Marine hingegen wurden moderne und komplexe Waffensysteme unter dem Einfluss von Alkohol bedient.
Es dauerte aber noch bis zum Dezember 1969, in dem die Admiralität beschloss, die Rumausgabe an ihre Mannschaften einzustellen. Das Unterhaus des Parlaments in London führte auf Betreiben des Abgeordneten James Wellbeloved am 28. Januar 1970 noch eine Debatte über die Rücknahme dieser Anordnung.
Diese mit viel Humor geführte Debatte ging als Great Rum Debatte in die Geschichte ein.
Im Rahmen der Diskussion wies der Marinestaatssekretär David Owen auf die einzusparende Summe von fast 3 Millionen Pfund hin. Das Unterhaus bestätigte daraufhin die Entscheidung der Admirale. Mit dem eingesparten Geld wurden in der Folge über den Sailor‘s Fund die Freizeitaktivitäten der Marineangehörigen subventioniert.
Über drei Jahrhunderte war der braune Navy Rum in Fässern der Begleiter der Seeleute in der Royal Navy auf allen Meeren. Die Fässer waren zu Ehren des jeweils herrschenden Monarchen mit „Die Königin – Gott segne sie“ oder „Der König Gott – segne ihn“, beschriftet. Mit seinen 57,1 Prozent bot der braune Stimmungsaufheller Stoff für Legenden und Mythen auf allen sieben Meeren.
Der Black Tot Day war dann der 31. Juli 1970, an dem die Seeleute der Royal Navy ein letztes Mal ihre Kupferbecher mit dem ihnen zustehenden Tot Rum füllen konnten. Weltweit trugen die Matrosen auf britischen Kriegsschiffen einen Trauerflor und begingen diesen Tag mit Trauerzeremonien und Salutschüssen.
Bei der Royal Canadian Navy dauerte es noch bis 1972. Hier wurde der „Black Tot Day“ am 31. März zelebriert. In der Royal Australian Navy wurde die Rumausgabe schon 1921 eingestellt, die US Navy hatte dies bereits am 1. September 1862 während des Sezessionskrieges getan. In der Royal New Zealand Navy gab es den Rum für die Seeleute noch bis zum 28. Februar 1990.
Sein Ende im Ausschank bei der Royal Navy war aber nicht das Ende des Navy Rums für Rumliebhaber. Im Jahre 1979 erhielt der Destillateur Charles Tobias das Rezept des Rums, der die Grogwannen auf britischen Schiffen füllte, von der Admiralität und begann, die Mischung aus fünf westindischen Rums als Navy Rum zu verkaufen. Tobias nannte seine neue Firma Pusser nach dem Slang-Begriff für einen Schiffsinspektor, der ursprünglich die Rationen an die Seeleute verteilte. Weitere Unternehmungen wie Lambs folgten. Heute gibt es eine Vielzahl von sogenannten Navy Rums, nicht nur mit britischer Historie. Einige dieser Produkte erzählen Geschichten von österreichischen und dänischen Marinerum-Traditionen. Für Rumliebhaber und Sammler gibt es auch heute noch einige Flaschen des Black Tot ‚Last Consignment‘ British Royal Naval Rum (auch in der Weinhandlung Schollenberger zu haben).

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Am 31. Juli 1970 endete eine uralte Tradition in der königlich-britischen Marine: Bei 6 Glasen zur Vormittagswache wurde die letzte Rumration an Bord der Schiffe ausgegeben. Ein Tag, der für immer als Black Tot Day in Erinnerung bleibt. Dies sind die letzten Bestände der Marine, die nach nahezu 40 Jahren als „Last Consignment“ abgefülllt wurden. Er ist ein Stück maritimer Geschichte, die im Jahre 1635 begann.

Dieser dunkle, sehr elegante und schwer zu findende Rum stammt aus den letzten Fässern, die für die Navy vor 1970 gefüllt wurden. Dieser alte Rum ist schokoladenbraun, holzig, anisig, stark konzentriert und einfach unglaublich. Eine Flasche kostet heute mehrere Hundert Euro. Aber zum Glück gibt es den passenden Kupferbecher kostenlos dazu.

Frank Schollenberger

(veröffentlicht im 0381-Magazin Juli 2018)

Neu: „Undine“ – ein Festtags-Wein für den Sommer

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In Kooperation mit dem Pfälzer Weingut Janus bringt die Weinhandlung Schollenberger zum Rostocker Jubeljahr einen besonderen Festtags-Wein heraus. Premiere für das Weißwein-Cuveé „Undine“ ist der Hansetag in Rostock. Das jugendlich, frische Sommer-Cuveé aus 90% Grauburgunder und 10% Riesling ist nach der Undine benannt. Diese ist ein Wassergeist oder auch Nixe aus der deutschen Sagenwelt. Das Cuveé basiert auf einer Zusammenarbeit des aus Bremen stammenden Winzers Frederik Janus und des Rostocker Weinhändlers Frank Schollenberger. Diesen Wein kann man daher zu Recht, gerade im Jubiläumsjahr Rostocks, als hanseatische Kooperation bezeichnen. Der Geisenheim-Absolvent Janus und der Sommelier Schollenberger haben mit diesem Projekt einen ganz besonderen Wein geschaffen, der gerade zu den sommerlichen Feierlichkeiten – mit seiner Eleganz, Frische und delikaten Frucht – besonders viel Spaß bereitet. Hierbei sorgt der Grauburgunder für Struktur, Rückgrat und Frucht. Der frische Riesling bringt die Eleganz, Frische und eine zarte Fruchtsüße ins Spiel. Das Cuveé ist ein harmonischer Begleiter zur leichten Sommer- und Fischküche. Aber auch als Terrassenwein weiß dieser Wein aus der Pfalz zu begeistern. Der Duft der flüssigen „Undine“ bezaubert ähnlich wie der anmutige Gesang der sagenhaften Undine.
Die „Undine“ gibt es in den Schollenbergerschen Weinhandlungen in Rostock und Bad Doberan und auf dem Hansetag für 9,95 €.

Angelina Schmücker

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Als Ruhrgebietspflanze wurde die junge Angelina von ihren Eltern nach Rheinhessen verpflanzt und wusste nichts vom Wein. Hier angekommen, wurde ihr die rheinische Lebensart schnell zu eigen. Zum guten Essen gab es natürlich immer einen guten Schoppen. Aber von der Idee, Winzerin zu werden war Angelina da noch weit entfernt. Daher absolvierte Sie mit der Idee, ein Studium dranzuhängen, erst einmal eine Lehre als Industriekauffrau. Schon in der Schulzeit arbeitete sie nebenbei auf einem befreundeten Weingut und bekam so eine Idee von ihrem Traumberuf. So war es nur logisch, dass sie mutig eine Winzerlehre dranhängte und danach in Geisenheim Weinbau und Oenologie studierte. Ohne eigenes Weingut kann die Jungwinzerin heute bei einem befreundeten Weingut in Biebelsheim ihren Traum leben und hier im Keller arbeiten und mit großem Vertrauen auch auf die Trauben der Weinberge zurückgreifen. Für diese Zusammenarbeit ist die junge Winzerin sehr dankbar, denn nicht jeder Kellermeister lässt jemanden einfach so in seinem Keller rumwerkeln. Dies spricht in jedem Fall für große Sympathie und Vertrauen. Die Herstellung von Wein ist für Angelina ein Zusammenspiel aus Terroir, Handwerk und Genuss! Terroir ist für Angelina der Boden, der den Wein prägt und das Klima, welches entscheidend für die Entwicklung und die Reife der Trauben ist. „Jeder Weinberg hat sein eigenes Klima. Der erste Grundsatz in meiner Ausbildung zur Winzerin, den ich gelernt habe, war, was der Winzer im Weinberg versäumt, zu wenig oder zu viel macht, kann man im Keller nicht wieder gut machen. Hinter diesem Leitsatz stehe ich! Wein ist ein Naturprodukt und man muss mit der Natur zusammenarbeiten und sie respektieren, denn ohne sie kann selbst der bester Winzer keinen Wein herstellen. Auch wenn Wein für mich ein Naturprodukt ist, ist das Handwerk für den Wein und die Qualität eine ebenso wichtige Eigenschaft. Hat man im Weinberg gute Vorarbeit geleistet, sind für die Kellerarbeit die Weichen gestellt und es geht nur noch ans „Finetuning“. Neue Technologien verbunden mit Tradition, das ist für mich maßgeblich wichtig für das Winzer-Handwerk, nie still stehen und sich immer weiterbilden… Und zum Schluss, das wirklich Wichtige für den Kunden – es muss schmecken! Da bringt einen größtes fachliches Know-how und das komplexe Erklären von Wein mit tausend Fachwörtern auch nicht weiter, wenn der Wein nicht einfach schmecken kann“! Im Moment gibt es aus dem Hause Schmücker vier weiße Weine. „Verschnittche“, ein freches und unkompliziertes Cuvee aus Müller, Silvaner und Sauvignon, das Lust auf mehr macht. Einen sexy Müller-Thugau mit Maischestandzeit und Schönheitsschlaf auf der Hefe mit exotischer Aromatik und gutem Trinkfluss. Einen ausdrucksstarken Grauen Burgunder, der mit Schmelz und Eleganz verzaubert. Sowie einen Amphorenwein aus Müller, der nach dem Pressen zur Gärung in die Amphore gelegt wurde und nun seine Persönlichkeit perfekt zur Geltung bringt und die Handschrift der Winzerin widerspiegelt.

Frank Schollenberger
Sommelier

Neu in unseren Läden: Die Weine vom Chateau Schembs

Chateau-Schembs

Arno Schembs sagt: „Die ältesten Artefakte in unserem Weingut sind ein sehr aufwändig gearbeiteter hölzerner Handwerkszirkel mit der Jahreszahl 1704 und ein handschriftliches Dokument über den Verkauf von Wein aus dem Jahr 1644.
Handwerk, Handschrift und Wein prägen meine Arbeit bis heute.
Seit Beendigung meines Studiums in Geisenheim 1987 kümmere ich mich um den Weinbau auf unserem Gut.
Mittlerweile gehören uns Reben in der historischen Originallage Wormser Liebfrauenstift -Kirchenstück- und einige denkmalgeschützte Häuser in Herrnsheim, der ehemaligen Residenz der Freiherren zu Dalberg.
Durch meine Liebe zu Tradition, Geschichte, alten Häusern und Wein konnte ich 2006 Teile des Herrnsheimer Schlosses übernehmen, dem heutigen Sitz von CHATEAU SCHEMBS.“

Neu: Unsere Miniaturen (0,2l)

Miniaturen

Blücher Baltic Gin (45% vol.)
Der Blücher Gin präsentiert sich kraftvoll mit einer Note von Koriander, Piment und Wacholder. Er ist pur und im Mix ein absoluter Genuss. Im Mix spielt er durch seine Aromen eine harmonische erste Geige. Unser Blücher Baltic Gin ist aromatisch und kraftvoll mit dem vollen Ginaroma, aber trotzdem harmonisch, eindrucksvoll und spannend. Ein Gin, der am Gaumen rangeht wie Blücher.

Death in Paradise Jamaica Rum (42% vol.)
Dunkler Rum aus Jamaika mit einer typischen Aromatik von Weinbrandbohne mit Kaffee, Kakao und Anspielungen von Trockenfrüchten. Diese Rumspezialität reift 5 Jahre in Eichenholzfässern und erlangt dadurch eine ganz besondere Harmonie und Eleganz. Death in Paradise ist ein exemplarisches Beispiel für einen Jamaika-Rum. Er bereitet pur ein großes Trinkvergnügen und ist ein unverzichtbarer Bestandteil von karibischen Cocktailklassikern wie „Dark and Stormy“.

Moby Dick Dominican Rum (40% vol.)
Unser Moby Dick ist im Gegensatz zu seinem Namenspatron ein besonders weicher und eleganter Rum, der 15 Jahre im Solera-System in alten Sherryfässern reifte. Nach seiner Zeit in den Fässern wird dieser Rum ohne Schönung, Filtrierung und Färbung für uns abgefüllt. Moby Dick ist für alle, die einen reifen und samtigen Rum mit einer zarten natürlichen Süße und einer guten Balance aus Frucht und Holz-Aromatik suchen, das flüssige Schätzchen aus der Karibik.

Garifuna Caribbean Rum (40% vol.)
15 Jahre verbrachte dieser Rum aus Nicaragua, dem Lande Sandinos, in Fässern, um sein interessantes Geschmacksbild mit einer spannenden Holzaromatik zu erlangen. Namensgeber sind die afrokaribischen Garifuna, die sich seit dem 17. Jahrhundert ihre Identität im kolonialen Spannungsfeld zwischen Briten und Franzosen bewahren konnten. Nimmt man sich aber die nötige Zeit und lässt sich auf die wilde karibische Schönheit ein, so weiß sie, zu begeistsern und ist ein aufmunternder Begleiter nicht nur zur Zigarre. Unser Garifuna wird ohne Filtration und Färbung abgefüllt.

Die Ahr

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Das Anbaugebiet Ahr gilt mit seinen 560 Hektar Rebfläche als eines der kleinsten in Deutschland. Seit dem Dreißigjährigen Krieg werden an der Ahr vorwiegend rote Sorten kultiviert. Der Name für den 85 Kilometer langen Fluss, welcher auch der Namenspatron für die Weinregion ist, stammt aus keltischer Zeit und leitet sich von „aha“ für Wasser ab. Schon die Römer sollen in dem klimatisch begünstigten Tal, vor der Geburt Christi, Wein gepflanzt haben. Verbrieft ist der Weinbau an der Ahr durch ein Verzeichnis der Benediktiner Abtei in Prüm aus dem Jahre 893. Die Gemeinde Ahrweiler musste später seinem Landesherren, dem Kurfürsten von Köln im 15. Jahrhundert jährlich 30 Fuder Wein liefern. Der Rentmeister des Fürsten suchte sich die 30 besten Fässer persönlich aus. Das war der so genante Kurwein. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden die nun angebauten roten Burgunder wie Weißwein gekeltert. Diese blassrosa Weine waren unter dem Namen „Ahrbleichert“ bekannt. Ab 1794 war die Gegend französisch und wurde nach dem Wiener Kongress dem Königreich Preussen zugeschlagen. In diesen Zeiten gab es gute und schlechte Momente für den Weinbau an der Ahr. In großer Not schlossen sich 18 Weinbauern im Jahre 1868 in Meyschoß zur ersten Winzergenossenschaft der Welt zusammen. Klimatisch profitiert die kleine vom Rotwein dominierte Region von verschiedenen Faktoren. Zum einen ist die wärmende Wirkung des Rheins im Mündungsgebiet der Ahr wichtig. Am Südrand der Kölner Bucht gelegen wir das Klima hier auch noch vom Golfstrom positiv beeinflusst. Außerdem liegt die Region im Regenschatten der Eifel. Dadurch ist der Niederschlag vergleichsweise gering und es gibt mehr Sonnenstunden. 86 % der Rebfläche an der Ahr sind den roten Rebsorten vorbehalten. In der Region sind heute 42 weiße und 22 rote Rebsorten für den Anbau zugelassen. Neben dem König der Rotweine dem Spätburgunder, der auch unter dem Namen Pinot Noir bekannt ist, gewinnt der Frühburgunder immer mehr an Bedeutung und entwickelt sich zur regionalen Spezialität. Es gehört schon einiges dazu, so hoch im Norden anständige Rotweine zu erzeugen. Doch die Winzer schaffen es immer wieder zu überraschen und so können sich die großen Roten von der Ahr heute mit ihren berühmte Brüdern aus dem Burgund messen und machen im Test oft eine gute Figur. Augenzwinkernd sagt mir ein Ahrwinzer mal: „Es ist schon erstaunlich , was wir an der Südgrenze zu Dänemark für Rotweine hinbekommen“. Mit der Qualität hat er allemal recht.

Frank Schollenberger
Sommelier

Neu im Whiskey-Regal: Clonakilty

Clonakilty Virgin Oak Cask Finish, Blended Whiskey

An den rauen Klippen im Süden Irlands lagern die Fässer für den Clonakilty Virgin Oak Finish Blended Whiskey. Der Whiskey wurde geblendet aus 7 bis 10 Jahre alten im Bourbonfass gereiften Single Malt und Single Grain Whiskey. Nach dem Blenden wurde der Whiskey in die Virgin Oak Casks gegeben, um ihm ein ausgezeichnetes Finish zu verleihen. Durch das Finish erhält der Whiskey nochmals mehr Komplexität und einen tollen Geschmack. Der Whiskey wird in kleinen Chargen geblendet und gefinisht, so dass immer eine hervorragende Qualität sicher gestellt ist.

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Alkoholgehalt: Vol.%: 43,6%
Füllmenge: 0,7 Liter
Ursprungsland: Irland
Farbstoff: Nein
Hersteller: Clonakilty Distillery, Dunowen Farm, Ardfield, Clonakilty, Co. Cork P85 K720
Aroma: etwas Würze, Vanille, reife Früchte wie Apfel, Birne, Ananas und Orangenzesten
Geschmack: wieder Würze mit Pfeffer und etwas Ingwer, Getreide und reife Früchte, nussig und geröstetes Holz
Nachklang: mittellang, elegeant mit Würze