Hopfen, Malz, Hefe & Wasser

Wir in Mecklenburg haben es ja eigentlich schon immer gewusst, dass die Norddeutschen die besseren Bierbrauer sind. Denn es gab Zeiten, als selbst der Fürst-Bischof von Würzburg den Bewohnern der angeblichen Bierhauptstatt Deutschlands – München – „uff ewiglich“ das Brauen verbot, weil er die im Vergleich zu den norddeutschen Bierqualitäten grausigen flüssigen Machenschaften aus Bayern satt hatte.

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Dies geschah im Jahre 1434. Obwohl dieses Verbot wohl nur auf dem Papier bestand und es ziemlich schnell von den Münchner Brauerein unterlaufen wurde, hatten es diese sehr schwer gegen die Vormachtstellung der Brauerein aus dem Norden.
Durch die Hanse fanden die norddeutschen Biere nicht nur in Deutschland ihre Konsumenten. So waren die Biere aus Rostock im gesamten Ostseeraum begehrtes Handelsgut und hatten einen guten Ruf.
In Bayern wurde Bier fast nur an den Fürstenhöfen und in den Klöstern getrunken, da die Bevölkerung den eigenen Privatbrauern in Bezug auf die Qualität misstraute. Denn im bayrischen Bier landete so ziemlich alles was dort nicht reingehörte. Deshalb wurde schon im 12. Jahrhundert ein Gesetz zur „Reinhaltung des Bieres“ gefordert. Diese Probleme hatte man in Norddeutschland freilich nicht, denn hier wurden Biere von bester Qualität, auch ohne gesetzliche Reglung, erzeugt.
Um den bayrischen Bierpanschern endgültig das Handwerk zu legen, wurde deshalb auf dem Landständetag zu Ingolstadt am 23. April des Jahres 1516 von Herzog Wilhelm IV. von Bayern und seinem Bruder Ludwig X. verfügt, dass nur Gerstenmalz, Hopfen und Wasser zum Brauen verwendet werden durften. Mit diesem Reinheitsgebot verbesserte sich nun auch die Qualität der Biere aus dem Süden Deutschlands. Nun würzte man nicht mehr mit „den Kopf toll machenden Kräutern“.

Auszug aus dem Reinheitsgebot vom 23. April 1516
„Wie das Pier Summer un Winter aus dem Land sol geschenkt und prauen werden …(…)…das füran allenthalben in unseren stetten märckthen un auf dem lande zu kainem pier merer stückh dan allein gersten, hopfen un wasser genommen un gepraucht solle werdn.(…)“

Was ist Bier?
Bier entsteht durch alkoholische Gärung aus den Zutaten Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Nach dem deutschen Reinheitsgebot darf für untergärige Sorten nur Gerstenmalz verwendet werden. Für obergäriges Bier ist auch die Verwendung von Weizen-, Roggen-, und Dinkelmalz erlaubt. In anderen Ländern und Kulturen werden auch Mais, Reis und sogar Früchte zur Bierherstellung verwendet.

Die Biergattungen
Hier werden die Biere nach ihrem Stammwürzegehalt unterschieden. Der Stammwürzegehalt ist der Extrakt aller aus dem Malz gelösten Bierinhaltsstoffe in der noch nicht vergorenen Würze. Die Stammwürze wird bei der Gärung zu mehr als einem Drittel in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Der Stammwürzegehalt wird mit der Bierwürzspindel gemessen. Heute unterscheiden wir zwischen Einfachbier mit bis zu 7% Stammwürze, Schankbier mit 7 – 11% Stammwürze, Vollbier mit 11 – 16% Stammwürze und Starkbier mit über 16% Stammwürze.

Obergärige Biere
Die Obergärung ist das alte Verfahren und findet bei einer Temperatur von 15 – 20°C innerhalb von drei bis fünf Tagen statt. Die hier tätigen Hefen steigen nach Beerdigung der Gärung an die Oberfläche. Hierbei entstehen geschmacksintensive und aromatische Biere wie Ale, Altbier, Trapsten-Bier, Porter und Weizenbiere.

Untergärige Biere
Die Untergärung ist heute die wichtigste Technologie zur Bierherstellung. Sie konnte aber erst nach der Erfindung der Ammoniak-Kältemaschine im Jahre 1876 durch Carl von Linde ihren Siegeszug antreten. Hier findet die Gärung zwischen 6 und 8°C innerhalb von sieben bis zehn Tagen statt. Nach der Gärung setzen sich die hier verwendeten Hefen am Boden des Gärbehälters ab. Untergärige Biere sind: Lager, Pilsner, Dortmunder, Malzbier, Märzen, Münchner, Bock, Doppelbock und Rauchbier.

Spontane Gärung
Diese wird in Belgien zur Herstellung von Lambick, Gueuze und Kriek angewendet. In dem besonderen Klima einer südlich von Brüssel gelegenen Region lösen wilde Hefen eine spontane Gärung beim Bier aus.

Frank Schollenberger

Deutsche Weine für Frühlingsgefühle

Seit Mitte der 90er Jahre erfreuen sich Frühlingsweine einer wachsenden Beliebtheit. Diese sind natürlich nicht weinrechtlich definiert. Meist handelt es sich bei den Frühlingsweinen um leichte und frische Weißweine und Roséweine mit einer gewissen Eleganz und der Kombinierbarkeit mit leichter saisonaler Küche wie Spargel, Salaten, Gemüse, Fisch und leichten Fleischgerichten.

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Viele Weintrinker erwarten vom Frühling aus der Flasche etwas belebendes und anregendes. Hier haben die deutschen Weingärten einiges zu bieten und jede Region hat da einige interessante Vertreter im Rebsortenspiegel. Wichtig ist, dass diese Weine wie die schönste Zeit des Jahres nach Frühling schmecken oder zu mindest durch Ihre Frische den Frühling beschwören. Denn in der Regel kommt nach dem Winter die Lust auf Leichtigkeit und Frische. Das spiegelt sich auch in den Temperaturen wieder. Während es auf der Terrasse immer wärmer wird, werden die Weine im Glas immer kühler und leichter. Auch wird mit länger werdenden Tagen eine knackige Säure immer beliebter. Die Mutter aller Frühlingsweine ist der Frühlingsbote aus dem Kaiserstuhl von der WG Oberbergen. Hier im „Burgunderland“ wird ein ganz besonderer Müller-Thurgau gekeltert, der seinem Namen durch Frische, Blütenbukett und Süffigkeit alle Ehre macht. Aber auch ein Weißburgunder aus anderen badischen Weinbergen kann ein guter Tipp sein. Beide Rebsorten machen auch zum Spargel eine gute Figur. Ein bezaubernder Begleiter durch den Frühling kann ein schlanker Silvaner aus Rheinhessen und Franken sein. An der Nahe, der „Probierstube“ Deutschlands, findet man vom Riesling bis zum Spätburgunder als Weißherbst viele spannende Frühlingsweine. Die romantische Bergstraße mit Ihren Winzerdörfern und Burgen und das traditionsreiche Rheingau haben viele interessante knackige Rieslinge für das Frühjahr zu bieten. Etwas verspielter sind die Rieslinge aus dem Moseltal und beweisen mit ihren moderaten Alkoholstärken, dass guter Geschmack nicht vom Alkohol abhängig ist. Wahre Spassmacher für den Lenz sind zurückhaltend und trocken ausgebaute Bukettrebsorten wie Muskateller oder Scheurebe aus pfälzer Rebanlagen. Im Norden bietet das Ahrtal als kleines und feines Rotweingebiet mit tollen Spätburgunder Weißherbsten auch etwas für die Frühlingsmonate und die saisonale Küche. Klein und fein ist auch die Hessische Bergstraße. Aus den Weinbergen am westlichen Rand des Odenwaldes kommen interessante Sauvignon Blancs und Rivaner als Begleiter zur Frühlingsküche von neuen Kartoffeln & Co. Dass im Osten nicht nur die Sonne aufgeht und es hier interessante Weine gibt, hat sich ja schon herumgesprochen. Hier findet der Weinliebhaber für den Frühling frischen trocknen Bacchus und filigranen trocknen Traminer von Saale und Unstrut. Oder auch mit dem Goldriesling einen lebendigen Sachsen aus dem Elbtal. Aus dieser Region stammt auch eine zarte Roséspezialität wie der Schieler. Dieser hat im Alemannischen seine Entsprechung mit dem Badisch Rotgold in Baden und dem Schillerwein im Württembergischen.

Die gegenwärtige Situation lässt ein Genießen mit Freunden oder in der Gastronomie leider nicht zu. Jedoch, der Weinhändler Ihres Vertrauens hält in seinem Geschäft zum Abholen einige Frühlingsweine bereit, liefert aber gerne auch zu Ihnen nach Hause. Außerdem unterstützen Sie mit jeder Flasche Winzer und Händler in der Coronakrise und leisten einen solidarischen Beitrag für einen bunten und regionalen Einzelhandel. Und mal ehrlich, dass Wein hilft, wussten wir doch schon immer. Prost und bleiben Sie gesund!

Frank Schollenberger

King of Tara – Irish Single Malt Whiskey

Dass Irish Whiskey etwas ganz Besonderes ist, ist klar. Und deshalb hat sich die Weinhandlung Schollenberger diesem auf besonders liebevolle Weise angenommen und hat daher aktuell über 70 Qualitäten von der grünen Insel in ihrem Programm. Darüber hinaus schlummern im Lager, hier in Mecklenburg, einige ganz besondere Fässer mit dem flüssigen Gold Irlands.
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Ein Whiskey mit einem ganz besonderem Bezug zur Geschichte Irlands sind die Abfüllungen unter dem Namen „King of Tara“. Der King of Tara Irish Single Malt Whiskey Port Cask Finish verbringt mehrere Monate in kleinen zurückgebauten Portweinfässern in mecklenburgischer Atmosphäre und wird so zu einem weinigen Gaumenschmeichler mit einer betörenden roten Farbe. Hierzu werden vom Küfer Pipas aus Portugal zu kleinen 30 oder 50 Liter fassenden Fässern in Handarbeit zurückgebaut. Die Pipa ist ein an den Enden kegelförmiger Fasstyp mit einem Fassungsvermögen von 534 bis 575 Litern. Diese Fässer werden in Portugal im Durotal traditionell zum Transport und zur Reifung von Portwein verwendet.
Der Single Malt, welcher durch die Reifung in Mecklenburg veredelt wird, stammt aus dem Süden der Republik Irland. Irischer Whiskey hat eine lange Geschichte und die Iren behaupten im Streit mit den Schotten selbstbewusst, dass sie das Wasser des Lebens erfunden haben. Anfang des 19. Jahrhunderts stand der irische Whiskey in einer ähnlich stolzen Blüte wie der Vetter aus Schottland und es gab nicht weniger Brennereien als bei den Nachbarn. In der Regel wurde die Gerste für den irischen Whiskey nicht über Torffeuer gedarrt. Wobei das kein Dogma war und ist.
In Irland muss ein Getreidedestillat mindestens 3 Jahre und einen Tag im Fass reifen, um sich Whiskey nennen zu dürfen. Er kann zweifach oder dreifach destilliert sein. Ebenso wie in Schottland gibt es in Irland Blended- und Maltwhiskeys.
Eine Eigenart des irischen Whiskeys ist der so genannte Irish Pot Still Malt. Dieser wird aus gemälzter und ungemälzter Gerste hergestellt. Ein Großteil des Whiskeys in Irland wird heute als Blend vermarktet, wobei der Anteil von Single Malt an der verkauften Gesamtmenge in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.
Auf der grünen Insel findet im Moment eine wahre Whiskeyrevolution statt. So wurden in den letzen 15 Jahren, nach einer langen Zeit der Stagnation, 30 Brennlizenzen vergeben. Und wir dürfen uns auf weitere spannende Brennereien und Produkte freuen.
Der Single Malt Whiskey, welcher im schollenbergerschen Lager in den kleinen Postweinfässern reift, wird mit 41% Alkohol in einer individuellen Flasche abgefüllt, die an einen Bergkegel erinnert.
Namenspatron für die Marke ist der König von Tara. Tara war der legendäre Sitz von sagenumwobenen irischen Hochkönigen und ist einer der meistverehrten Orte in Irland. Schon im 3. Jahrhundert n. Ch. soll hier König Cormac mac Airt ans Licht der Geschichte getreten sein. Aus dem religiös verehrten frühgeschichtlichen Clansitz entwickelte sich ein Krönungsort und Königssitz, deren Besitzer, die südlichen O’Neil, den Anspruch auf die Würde eines Hochkönigs von Irland erhoben. Die ältesten archäologischen Funde beim Hügel von Tara können auf ca. 2700 v. Ch. datiert werden. Heute und auch in der Vergangenheit war Tara ein wichtiges Symbol für irische Identität und Einheit.
Im Südstaaten-Epos „Vom Winde verweht“ trägt die Plantage der irischstämmigen Familie O’Hara in Erinnerung an die alte Heimat den Namen Tara. Der Single Malt King of Tara in der auffälligen Flasche ist eine Reminiszenz an die Seele Irlands.

Tasting Notes
King of Tara Irish Single Malt Whiskey Port Cask Finish
In der Nase zeigen sich süße Getreidenoten mit Anspielungen von roten Früchten und Anklängen von Kirsche. Die Farbe des Whiskeys präsentiert sich in einem weinigen Rot mit rotgoldenen Reflexen. Am Gaumen weich, samtig und rotfruchtig mit einer schmeichelhaften Holznote, die von einem Kräuterton und einer Idee von süßem Lakritz begleitet wird. Auch die Noten von Kirschen setzen sich fort. Angenehmes fruchtiges Mundgefühl mit gut eingebundenem Alkohol , edlen Holzanklängen und weichem Tannin. Eine schöne Anspielung von Vanille und holzigen Gewürzen korrespondiert lebhaft mit der Frucht von Pflaumen und Kirschen. Erinnerungen an Omas Pudding mit Pflaumenkompot werden wach. Im Nachhall angenehm, weich und beständig mit der Aufforderung nach mehr.

Frank Schollenberger

Liebe Kunden …

… und Freunde des guten Geschmacks,

wir möchten uns zuerst bei Ihnen für Ihren Zuspruch, die aufmunternden Worte und die solidarischen Käufe von Gutscheinen herzlich bedanken.

Aus gegebenen Anlass möchten wir aber auch darauf hinweisen, dass die Filialen der Weinhandlung F. Schollenberger, als Einzelhandelsgeschäfte, geöffnet haben. Wir haben die Lage im Kollektiv besprochen und gemeinsam entschieden, regulär zu öffnen, um mit Abstand für Sie da zu sein. Wir sind uns der gegenwärtigen Situation natürlich bewusst und haben Maßnahmen zum Schutz unserer Kunden und Kollegen getroffen. Wir möchten Sie daher bitten, unsere Geschäfte nur einzeln zu beteten und Ihren Aufenthalt auf den Einkauf zu beschränken. Unsere Geschäfte in Bad Doberan und Rostock haben zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet. Neben einer Auswahl von deutschen und internationalen Weinen finden Sie bei uns ein umfangreiches Sortiment an Rum, Whisk(e)y, Gin, und weiteren Spirituosen. Darüber hinaus führen wir Süßwaren, internationale Feinkost, regionale Lebensmittel, Fleisch von Pistol Prime und hochwertige Konserven. Außerdem finden Sie bei uns Zigarren, Geschenke und Gutscheine. Die Gutscheine können wir gerne mit der Post versenden, auch gleich an den zu Beschenkenden. Auch hochwertige Säfte, Limonaden, Mineralwasser und Bier gibt es bei Schollenberger.

Sollten Sie uns nicht besuchen können, so beraten wir Sie auch gerne telefonisch und verweisen auf unseren kontaktlosen Lieferservice im Raum Rostock und Bad Doberan. Hier liefern wir ab 12 Flaschen oder einem Warenwert von 77,00 € frei Haus. Bei kleineren Mengen können wir durchaus auch mal eine Ausnahme machen, so es die Tourenplanung zulässt.

Mit unserem Flaschen-Drive-In Service können wir Ihnen etwas besonderes anbieten. Unsere Geschäfte sind mit dem Auto sehr gut zu erreichen und Sie können Ware abholen, ohne auszusteigen. Sie rufen im jeweiligen Laden an und lassen sich beraten, wir stellen die bestellte Ware dann für Sie zusammen, Sie bezahlen vorab zum Beispiel mit Blitzüberweisung und fahren mit dem KfZ vor den Laden. Dann klingeln Sie kurz durch und die Kollegen packen Ihnen Ihre Ware kontaktlos ins Auto.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne.

Wir halten durch, bleiben Sie gesund!

Ihr Schollenberger-Kollektiv

Clonakilty Distillery – Whiskey von den Klippen im Süden

Die neue Brennerei wurde Anfang März 2019 von der Familie Scully im kleinen Küstenstädtchen Clonakilty im County Cork in Betrieb genommen. Gelegen an der Touristenroute N71 von Cork City über Skibbereen und Kenmare nach Killarney im Country Kerry gehört der Ort mit seiner lebendigen Musikszene verbrieft zu den lebenswertesten Orten der Welt.

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Im Jahr 2000 war Clonakilty der Gesamtsieger und irischer Gewinner der Goldmedaille in der Kategorie Villages (für Orte bis zu 10.000 Bewohner) im europäischen Wettbewerb „Etente Florale Europe“, 2001 gewann Clonakilty beim LivCom-Award den Titel „Lebenswerteste Stadt der Welt für Orte bis 20.000 Einwohner“ und errang 2006 im selben Wettbewerb eine Silbermedaille. Im November 2016 wurde Clonakilty zur besten Stadt in Großbritannien und Irland bei den Urbanism Awards 2017 gewählt. Dem 4.500 Einwohner zählenden Ort wurde 2003 als erster irischer Stadt der Status „Fairtrade Town“ (Stadt des fairen Handels) verliehen.
Die Familie Scully baut nunmehr seit 8 Generationen zu Füssen des malerisch gelegenen Galley-Head-Leuchtturms Gerste an. Besonders begünstigt wird der Anbau von Gerste hier an der Atlantikküste durch das fast mediterrane Klima. Die Gerste besitzt dadurch eine ganz besondere Qualität und Aroma und eignet sich sehr gut zur Herstellung von Whiskey. Die Gerstenfelder für den Whiskey der Familie Scully liegen direkt am Meer auf dem Weg zum Gally-Head-Leuchtturm. Ein besonderes Feld befindet sich vom Meer umspühlt zwischen zwei Klippen. Hier hat die salzige Luft besonders viel Einfluss auf die Gerste.
Über Besuch in der Brennerei freut sich die Inhaberfamilie und führt mehrmals täglich Führungen in der Brennerei durch. Eine imposante Besonderheit der Brennerei ist die große Glasfront, in der die drei Pot Stills platziert sind. Auf diesen Pot Stills wird Single Malt und Single Pot Still produziert. Direkt daneben wurde die Gin Still platziert, auf dieser wird der Mink Gin produziert. Am Ende jeder Tour können die Brände aus der Destille in der eigenen Bar probiert werden.
Das Wahrzeichen der Destillerie ist die Walflosse der Minke Wale, die sich im Atlantik tummeln. Nach denen wurde auch der Gin benannt. Eine weitere Besonderheit der Destillerie ist das Lagerhaus.
Da die Familie Scully über Land rund um den Gally-Head-Leuchtturm und die dazugehörigen Klippen verfügt, konnten sie sich auch einen besonderen Standort für ihr Lagerhaus an der Küste aussuchen. Das Lagerhaus wurde direkt auf einer Klippe erbaut. Vom Lagerhaus aus kann man daher direkt auf das Meer blicken und die Fässer atmen die salzige Luft der Küste. Hier dürfen wir gespannt sein, wie sich dies auf die Fässer und den Whiskey auswirkt. Bis der erste eigene Whiskey abgefüllt werden darf, gibt es aus der Clonakilty Distillery unabhängige Abfüllungen. Hier konzentriert man sich auf verschiedene Finishes.

Clonakilty Virgin Oak Cask Finish, Blended Whiskey
Der Whiskey wurde geblendet aus 7 bis 10 Jahre alten im Bourbonfass gereiften Single Malt und Single Grain Whiskey. Nach dem Blenden wurde der Whiskey in die Virgin Oak Casks gegeben, um ihm ein ausgezeichnetes Finish zu verleihen. Durch das Finish erhält der Whiskey nochmals mehr Komplexität und einen tollen Geschmack. Der Whiskey wird in kleinen Chargen geblendet und gefinisht, so dass immer eine hervorragende Qualität sicher gestellt ist.

Clonakilty Single Grain Bordeaux Finish, Blended Whiskey
Ein 8 Jahre alter Single Grain Whiskey, der eine Nachreifung in einem Bordeaux Cask, in dem Lagerhaus an den Klippen, durchmachte. Durch das Finish erhält der Whiskey nochmals mehr Komplexität und einen tollen Geschmack. Der Whiskey wird in kleinen Chargen gefinisht und abgefüllt, so dass immer eine hervorragende Qualität sicher gestellt ist.

Clonakilty Port Cask Finish, Blended Whiskey
Der Whiskey wurde geblendet aus 7-10 Jahre alten im Bourbonfass gereiften Single Malt und Single Grain Whiskeys. Nach dem Blenden, wurde der Whiskey in das Port Wine Cask gegeben, um ihm ein ausgezeichnetes Finish zu verleihen. Im Glas besticht der Whiskey durch seine tolle Farbe. Das Portweinfass hat ihm einen tollen Rotton verliehen. Das aktuelle Bottling besteht aus nur 3 Fässern und ergab 1.000 Flaschen und ist daher streng limitiert.

Minke Irish Gin
Inspiriert von den Minke Walen, majestätischen Kreaturen, die an der Atlantikküste beheimatet sind. Genau diese Atlantikküste ist auch das zu Hause des einzigartigen Botanicals, das Minke Gin sein einzigartiges Geschmacksprofil verleiht. Rock Samphire, Meerfenchel, wir direkt von der Familie Scully an der Küste von Hand und nur während der Saison geerntet. Es ist aufwendig, doch der Aufwand lohnt sich! Er gibt dem Gin ein besonderes Aroma und fügt sich wunderbar in die anderen ausgewählten Botanicals. Zitrus, Anissamen und eine Gewisse Leichtigkeit verleihen eine frische, milde und raffinierte Erfrischung. Die Alkoholbasis des Minke Gin ist Molke. Diese wird auf der familieneigenen Farm produziert. Durch die Molke erhält der Gin eine samtige Textur und ein schönes Mundgefühl.

Frank Schollenberger

Die Pfalz – Deutschlands Toskana

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Die Weinbauregion Pfalz liegt im Süden des Landes Rheinland-Pfalz und nimmt 5% des Bundeslandes ein. Weinbau wird in der Region seit der Römerzeit betrieben. Nach Rheinhessen (ca. 260 km) ist die Pfalz mit ca. 230 km die zweitgrößte Weinbauregion in Deutschland. Hier pflegen in 350 Weinbergs-lagen 3.500 Winzer Weinreben. Davon sind über 2.000 Betriebe im Haupterwerb tätig. Die Gilde der Pfälzer Weinerzeuger setzen sich aus etwa 1.520 Weingütern sowie 18 Winzergenossenschaften und 11 Erzeugergemeinschaften zusammen. Dazu kommen noch Betriebe, welche ihre Trauben an Kellereien und Genossenschaften verkaufen. Viele von den kleinen Nebenerwerbswinzern liefern Lesegut an die Genossenschaften ab. Die drei größten sind die WG Deutsches Weintor, die Vier Jahreszeiten Winzer und der Winzerverein Hohe Burg. Hier fand in den letzten Jahren ein Konzentrationsprozess statt und es kam zu Zusammenschlüssen und Übernahmen. Von den Weinbergslagen sind 25 sogenannte Großlagen. Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 11°C und seinem mediterranen Charakter wird die Pfalz von örtlichen Touristikkern auch gern als Toskana Deutschlands bezeichnet. Das Weinbaugebiet besteht aus zwei gleichgroßen Bereichen. Hier an der Südlichen Weinstraße und an der Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße gibt es 144 Weinbauortschaften. Die 7 wichtigsten Weinbaugemeinden sind Landau, Neustadt, Billigheim-Ingenheim, Bad Dürkheim, Kirrweiler, Edesheim, Deidesheim und Wachenheim. Dominiert wird der pfälzer Rebsortenspiegel von Weißweinen. Mit diesen sind 60% der Rebfläche in der Region belegt. Aktuell sind in der Region 64 Weißweinrebsorten und 62 Rotweinrebsorten für den Qualitätsweinbau zugelassen. Dabei dominiert bei den weißen Rebsorten Riesling gefolgt von Müller-Thurgau und Silvaner. An einigen Standorten haben sich die Bukettrebsorten Gewürztraminer, Morio-Muskat und Scheurebe als Spezialitäten etabliert. Bei den Roten lag traditionell der pflegeleichte Portugieser vorne. Aus dieser Rebsorte werden hier süffige Schoppenweine und Weißherbste erzeugt, die oft zur regionalen Spezialitätenküche gereicht werden. In den Letzten 25 Jahren wurde dem Portugieser aber vom Dornfelder der Rang abgelaufen. Dieser wurde zur Moderebsorte und überzeugte Winzer und Verbraucher als früh reifer und farbintensiver Massenträger mit mediterranem Charakter. Den 3. Platz belegt – durch eine Verbesserung der Qualitäten in den letzten Jahren – der Spätburgunder. Hier gibt es heute einige interessante Hochkaräter von ambitionierten Winzern. Weitere rote Rebsorten von Bedeutung sind bedingt durch den Klimawandel Cabernet Sauvignon, Regent, Merlot und St. Laurent. Neben dem Scharm einer Weinbauregion mit ihren romantischen Winzerdörfern, hat die Region einiges mehr zu bieten. Hier sind neben einer Vielzahl von Weinfesten, für die der Dürkheimer Wurstmarkt exemplarisch steht, das Riesenfass von Bad Dürkheim, der Herrenhof des Malteserordens in Neustadt-Mußbach, das historische Museum der Pfalz in Speyer und der Pfälzer Wald gennant. Ein Besuch in der Pfalz lohnt sich daher nicht nur in Sachen Wein. Wobei es den guten Wein aus der Pfalz natürlich auch beim örtlichen Weinhändler des Vertrauens gibt.

Frank Schollenberger
Sommelier

Scharfe Sache!

Ankermesser für Seeleute, Fischer und Gentlemen

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Heute sind sie ein Accessoires von Gentlemen und richtig angesagt. Früher waren sie Werkzeug und unverzichtbarer Begleiter von Fischern und Seeleuten. Ankermesser aus Solingen von Otter- und Löwenmesser erleben im Moment eine Renaissance, sind dabei wahre Trendsetter und Handschmeichler. Funktionalität und schlichte Eleganz machen die Ankermesser zu einem echten Blickfang. Der in den Holzgriff eingelassene Messinganker ist ihr Markenzeichen und signalisiert höchste Handwerkskunst bei der Herstellung von Messern. Hierbei befindet sich der Anker bei Otter am unteren Ende des Griffs. Bei den Löwenmessern hingegen ist er im oberen Teil des Griffes eingelassen. In Verbindung mit dunklen Griffschalen aus edlem Holz oder hellen aus Knochen bildet er einen interessanten Kontrast. Am Ende des Griffs befindet sich ein Loch mit einer Kordel oder einem Lederband welches um das Handgelenk gelegt wird und ein Verlieren auch bei schwerer See verhindert. Die Klinge ist eine Hufklinge, welche sich besonders bei ziehenden Schnitten bewährt.

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Das Ankermesser war durch seine robuste Bauweise und die praktische Klingenform in der Vergangenheit ein geschätztes Arbeitsmesser auf hoher See oder im Hafen. Selbst zum Durchtrennen starker Taue und Tampen mit Hilfe eines Holzschäkels war es zu gebrauchen. Mit dem Schäkel wurde auf den Klingenrücken geschlagen und schon war das Seil gekappt. Eine Spitze hatte das Messer der Seeleute nicht, so war die Verletzungsgefahr in rauer See geringer. Für den Anker im Griff wird die Form in das Holz oder Knochen gefräst, dann wird das seemännische Symbol aus Messing im Griff vernietet. Nach dem Schleifen bilden Anker und Griff dann eine Einheit. Natürlich war dieses praktische Messer sehr beliebt bei den Fahrensleuten und die Nachfrage daher sehr hoch. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es von vielen Solinger Firmen hergestellt wurde. Heute wird die Tradition durch die Familienbetriebe Otter- und Löwenmesser hochgehalten. Durch die Handwerkskunst und Verwendung hochwertiger Materialien ist ein Ankermesser ein ganz besonderes Taschenmesser und ein Stück maritimer Tradition. Was früher ein wichtiger Begleiter der Seeleute war, ist heute ein Trendprodukt für Sammler, Gentlemen, Dandys und Freunde von nachhaltiger Wertarbeit mit Seefahrerromantik.

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In unserer Region an der Ostsee hatten die robusten Messer aus Solingen immer einen guten Namen und fanden auch zur DDR-Zeiten Ihren Weg auf die Schiffe von DSR und Fischfangflotte. Die Höhscheider Firma Berens vertrieb ab Mitte des 19. Jahrhunderts die maritimen Solinger Messer in alle Welt. Besonders die Messer der Manufaktur Otter und die Löwenmesser von C. Lütters & Cie waren bei Seeleuten so beliebt, dass die Begriffe Otter- und Löwenmesser zum Synonym für Ankermesser auf allen Weltmeeren wurden. Und so ist belegt, dass in den 50er Jahren durch den Vertrieb von Berens auch Messer in die DDR verkauft wurden und hier auf den Schiffen der Flotten in Gebrauch waren.
Und gerade auf den Schiffen der Deutschen Demokratischen Fangflotte waren die scharfen Solinger sehr beliebt und wurden hier in der Produktion nicht nur zum Filetieren auf allen Meeren eingesetzt.
Auch heute noch machen viele gefangene Fische Bekanntschaft mit Solinger Arbeitsmessern. Die beiden Unternehmen beliefern aktuell maritime Kundschaft wie Küstenfischer. Dabei gehen zum Beispiel 40 Prozent der Produktion der 1840 gegründeten Manufaktur Lütters & Cie als Löwenmesser nach Skandinavien und Großbritannien und sind hier ein unverzichtbarer Helfer beim Schlachten und Ausnehmen von Fischen. Von den heute 60.000 jährlich in Handarbeit bei Löwen produzierten Messern geht ein weiterer großer Teil als Matrosen, Kehl- oder Dorschmesser in den Mittelmeerraum und bis nach Namibia. Aktuell gibt es die Produkte der beiden Solinger Messerschmieden auch wieder in Rostock. In der Weinhandlung Schollenberger im Barnstorfer Weg 22 kann Mann und Frau maritime Taschenmesser, neben anderen hochwertigen Manufakturwaren, erwerben.

Frank Schollenberger

St. Laurent – roter Seelentröster für den Winter

Dem blauschwarzen St. Laurent wurde lange nachgesagt, er wäre eine Spielart des Spätburgunders (Pinot Noir). Heute geht man aber davon aus, dass es sich um eine eigenständige Rebsorte aus der Burgunderfamilie handelt. Seine Verbreitung in der Mitte des 19. Jahrhundert in Deutschland verdankt der St. Laurent dem Apotheker und Förderer des Weinbaus Johann Phillip Bronner, der die Rebsorte aus Frankreich einführte. Hier im Frankenland oder in Niederösterreich wird die Urheimat der wuchsstarken Rebsorte vermutet. Als Namenspate diente wohl der Schutzpatron der Köche, der Heilige Laurentius. An dessen Gedenktag, dem 10. August, erreichen die Trauben in der Regel ihre Essreife.

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Hochwertige und konzentrierte Moste des St. Laurent ergeben frische, farbintensive Rotweine mit Struktur und Kraft. Ein Ausbau im Barrique bekommt gehobenen Qualitäten oft gut. Typisch für die Weine sind Aromen von Holunderbeeren und dunkler Wildkirsche. Ein großes Vergnügen können diese Weine gerade im Winter zu kräftigen Gerichten sein. Als Begleiter zur Wild oder reifem Käse laufen die Spitzenvertreter der St.-Laurent-Gattung zur Höchstform auf und sind ein roter Seelenwärmer für den Winter. In Deutschland war der St. Laurent lange unverzichtbarer Bestandteil des roten Gemischten Satzes. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Augenmerk auf andere Weine und Weinmoden gelegt und die Rebfläche ging bis in die 50er Jahre dramatisch zurück. So drohte der St. Laurent in Deutschland fast in Vergessenheit zu geraten. Seine Bewahrung haben wir einem Pfälzer Winzer zu verdanken. Der mutmaßlich letzte Rebstock stand in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Rebschule Rhodt und sollte eigentlich der Axt zum Opfer fallen. Man besann sich und nach einigen Jahren der Erhaltungszüchtung hatte man in den Rebschulen wieder Pflanzmaterial. Seitdem vermehrte der Saint Laurent seine Fläche in Deutschland beständig. Heute gehört er mit jeweils 300 Hektar Anbaufläche in der Pfalz und in Rheinhessen zu den in guten Lagen liebevoll gepflegten Rebsorten. Der Rest seiner Rebfläche entfällt bei einer Gesamtfläche von ca. 370 Haktar auf die anderen Anbaugebiete. Hier hat der St. Laurent keine große Bedeutung im Rebsortenspiegel. Sein Hauptverbreitungsgebiet hat er heute mit fast 800 Hektar in Österreich gefunden. Hier spielt er eine wichtige Rolle und beansprucht bei mittelhohen Erträgen beste Lagen in der Thermenregion und am Neusiedlersee für sich.

Frank Schollenberger
Sommelier

Irish Whiskey aus dem Herzen der Wicklow Mountains

Die Powerscourt Distillery liegt in den malerischen Wicklow Hills südlich von Dublin. Insbesondere die markante Silhouette des Great Sugarloaf Mountain zeichnet sich hinter der Destillerie gegen den Himmel ab. Der einmalige Ausblick auf den Berg ist ein Markenzeichen des berühmten Powerscourt-Anwesens, welches seinen Namen dem größten und bekanntesten Wasserfall der Region verdankt. Dieser ist zugleich auch der höchste Irlands. Dabei gehört das herrschaftliche Haus aus dem 18. Jahrhundert samt seiner traumhaften Gärten zu den Sehenswürdigkeiten der Grafschaft Wicklow. Hinzu kommt seit 2018 die Powerscourt Destillerie und ihr Irish Whiskey. Sie trägt nun ihren eigenen Teil zur langen Geschichte des herrschaftlichen Anwesens bei. Auf dem Gelände wurde das alte Mühlengebäude von 1890 zur Brennerei ausgebaut.

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Hier wurde früher das Getreide für das Powerscourt Anwesen gemahlen. Die Besucher atmen beim Beteten einen Hauch der Geschichte von Powerscourt ein. Das originale Mühlrad blieb als Ausstellungsstück erhalten. Die noch heute an der Nordseite des Gebäudes erhaltene Glocke kündigte früher den Arbeitern die Mittagspause an. Hinter dem historischen Gebäude setzt die Powersourt Destillerie voll auf die Moderne. Ein imposanter Neubau beherbergt die moderne Brennerei. Darin bilden die drei individuell gefertigten, kupfernen Pot Stills das Herzstück der Destillerie. Hier ist Master Distiller Noel Sweeney Herr über alle Prozesse. Dafür ist er mit über dreißig Jahren Erfahrung in der irischen Whiskey-Industrie der richtige Mann am richtigen Ort. Das Ergebnis seiner Arbeit wird klassischer, irischer Whiskey sein. Neben Single Pot Still Irish Whiskey planen Sweeney und sein Team auch Single Malt Irish Whiskey herzustellen. Dafür hat man im Herbst 2018 die Produktion aufgenommen. Hierfür verwendet der Brenner frisches Wasser aus der eigenen Quelle auf dem Powerscourt Anwesen. Der fertige New Make wird dann im eigenen Lagerhaus vor Ort gelagert.
Noel Sweeny ist bei dem Projekt Powerscourt Distillery Master Distiller und Blender in Person. Dabei begleitet er den Whiskey von der Auswahl der Rohstoffe über die Destillation, die Auswahl der Fässer bis hin zu seiner Lagerung. Alle Schritte der Produktion unterliegen der fachkundigen Aufsicht des Urgesteins der irischen Whiskeyindustrie. Im Jahr 2017 erhielt Noel Sweeney eine der höchsten Auszeichnungen. Das Whisky Magazine nahm ihn in seine Hall of Fame auf.

Powerscourt Whiskey. Der Fercullen Whiskey
Der erste Powerscourt Whiskey ist seit Ende 2018 erhältlich. Hierbei handelt es sich um zugekauften Whiskey, der unter eigenem Label vermarktet wird. Den Whiskey brachte Master Distiller Noel Sweeney von seinem alten Arbeitgeber mit. Dabei sind unter der Marke Fercullen drei Abfüllungen erschienen.
Hierbei tauchte die Powerscourt Distillery bei der Namensgebung tief in die Geschichte des Anwesens ein. Feracullan war ab dem 9. Jahrhundert der lokale Name der Ländereien. Erst ab dem 13. Jahrhundert erlangte das Gebiet unter dem Namen Powerscourt Bekanntheit.

Tasting Notes

Fercullen 14 years Single Malt Irish Whiskey
Nase: Honig, Vanille, süßes Malz, Gewürze, Mandeln, Zimt, reife Pflaumen, frisch
Geschmack: Erfrischend weich und komplex, vielschichtig weich, süßes Malz mit frischem Getreide, würzig, fruchtig, nussig, komplex und lecker
Nachklang: Malz am Anfang mit einem langen Finish von süßer Würze, Malz und frischen Früchten

Fercullen 10 years Single Grain Whiskey
Nase: Süße Vanille, Zitruszesten, Honig, Gewürze, Mandeln, süße Orange und Holz
Geschmack: Weich, Süß, frisches Getreide, komplexe Kombination aus Holz, Frucht und Süße
Nachklang: Seidig am Anfang mit einem langen Finish von Vanille und Holz

Fercullen Premium Blend Irish Whiskey
Nase: süße Vanille, Zitrus, Honig, Gewürze, Mandeln, süße Orange und Holz
Geschmack: Weich, frisch, Getreide, Kombinationen von Malz, Karamell, Frucht und Süße
Nachklang: langanhaltend mit süßer Vanille und geröstetem Holz

Im Februar gibt es die Fercullen Whiskeys in Kühlungsborn im Pub Nr. One im Aquamarin Hotel zum Probieren.

Frank Schollenberger